Hans-Peter Sander, Küchenchef und Patron des Tirolerhofs in Personalunion, liebt seinen Beruf. Deswegen kocht er auf Wunsch auch ohne Speisekarte ins Blaue hinein. Das kam für uns aus offensichtlichen Gründen nicht in Frage, aber es lässt sich mit dem Standardangebot ebenso vortrefflich leben. Originell die violette Karottensuppe, der einige kräftigere Geschmacksnuancen allerdings nicht geschadet hätten. Wir gehen davon aus, dass dafür die Einlage gesorgt hätte, mit der die Suppe als Einzelgang ausgewiesen war, auf die im Menü aber aus Gründen verzichtet wurde, die wir nur vermuten können. Das Befremden darüber währte gottlob nur kurz, denn das auf den Punkt gebratene Milchkalbsfilet verdiente unsere volle Aufmerksamkeit. Dabei entging uns jedoch nicht, dass Meister Sander auch in die Beilagen – knackiges Gemüse und Trüffelravioli – sehr viel Arbeit zu investieren scheint, wovon die Gesamtkomposition zusätzlich profitierte. Hinter der schlichten Bezeichnung Vanilleparfait verbarg sich schließlich eine richtige Dessertvariation: Schokolade in allen möglichen Aggregatzuständen war der kongeniale Begleiter des neu interpretierten Eisklassikers.
Der Tirolerhof lebt von der Freundlichkeit und dem Engagement des sich mit Hang zum Understatement traditionell als „Wirtsleute" bezeichnenden Ehepaars Sander. Die Zimmer, Doppelzimmer und Suiten sind modern eingerichtet und ausnahmslos mit Internetzugang ausgestattet. Im Haus steht außerdem ein Veranstaltungssaal zur Verfügung, der bis zu 180 Personen fasst und sich hervorragend für Hochzeiten, Firmenfeiern, Sitzungen und Präsentationen eignet.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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