Detailansicht 2012

2011
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Der Lindenhof verfügt zwar über einen hübschen Gastgarten, am schönsten sitzt man trotzdem im Zirbenstüberl, an dessen einladender Gemütlichkeit der Duft nach Harz mit einer Nuance Honig wesentlich beteiligt ist. Für Luftsprünge sorgt Küchenchef Christian Regittnig. Die Karte bietet alles: vom Wiener Schnitzel über Alpe-Adria bis zur Lavanttaler Ente; jeweils mit Weinempfehlung. Wenn es etwas auszusetzen gibt, dann die dürftige Brotqualität. Gleichermaßen erfrischend wie unkonventionell war die geräucherte Forelle mit herb-süßem Rote-Rüben-Sorbetto, den Apfel-Kren dazu saugte man mit einem Halm aus dem Glas. Sensationell die Spargel-Panna-cotta mit Gurktaler Speck: Da wurden zwei Geschmackskomponenten am kurzen Zügel gehalten, um sich in einem gemeinsamen Auftritt zu entladen. Eine Wucht auch die Krenschaumsuppe mit Erdäpfel-Speck-Paket, und wirklich superb schmeckte der gegrillte Laxn (Seeforelle) auf Bierrettichsalat. Das Lesachtaler Lamm hatte sich mit Thymian frisch gemacht und überzeugte mit dichter Olivensauce. Zum Dessert zeigte der Schafkäse (vom Biobauern) gleich mehrere gute Seiten: geräuchert, frisch und gereift. Eine Leistung, geeignet für die zweite Haube.

Das intime, familiengeführte Vier-Sterne-Hotel verfügt über bequeme, freundlich eingerichtete Zimmer und bietet sowohl Genussmenschen als auch Freizeitsportlern allerlei: Tennis, Bergsteigen, Wandern, Schwimmen im benachbarten Brennsee, Mountainbiken und vieles mehr steht auf der Agenda der Aktiven, Entspannung finden die Gäste im feinen Wellnessbereich, und das ambitionierte Restaurant weiß mit regionalen Produkten (Mitglied von Slow Food Carinzia) und einem fünfgängigen Wahlmenü zu verführen.

2010
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Im Lindenhof, benannt nach den mächtigen Baumriesen, die am Dorfplatz hinter dem Lokal stehen, wird Genuss groß geschrieben. So ist etwa die Weinkarte gewissermaßen „Work in Progress“, da sie Patron Hannes Nindler persönlich ständigen Änderungen und Verbesserungen unterzieht – die Zwischenergebnisse können dann bei den gelegentlichen Weinverkostungen überprüft werden. Doch auch die Küche versteht ihr Handwerk. Nach einem freundlichen Gruß aus derselben, einer pikant-luftigen Paprika-Terrine, startete Küchenchef Christian Regittnig fulminant mit einer sämigen und intensiv schmeckenden Chicoréeschaumsuppe mit Taleggio, einem italienischen Weichkäse, von dem man schon im frühen Mittelalter schwärmte. Es folgte Zweierlei von der Ente, Bein wie Brust auf den Punkt gebraten und begleitet von flaumigen Grießknödeln und aromatischem Rotkraut. Zum Dessert gab es schließlich eine leichte Buttermilchmousse mit Waldbeeren, eine ideale Komposition für laue Sommerabende. Abschließend wollen wir auch den Service nicht unerwähnt lassen, der sich kompetent und freundlich um die Gäste kümmert.

Das Landhotel Lindenhof mit seinen komfortablen und freundlich eingerichteten Zimmern hat für Hobbysportler wie Genussmenschen gleichermaßen viel zu bieten. Wer nicht den Tennisschläger schwingt, zum Gipfelsturm auf einen der umliegenden Berge ansetzt oder sich in die kühlen Fluten des benachbarten Badesees stürzt, lässt sich vom Küchen-Team mit einem wohlgefüllten Picknickkorb ausstatten oder begibt sich im Restaurant auf eine der wöchentlichen Geschmacksreisen zu immer neuen Themen.

2009
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Der Lindenhof empfiehlt sich gleichermaßen als ungezwungenes Ausflugslokal und für festliche Anlässe. In dem Mitgliedbetrieb der Slow Food-Bewegung wird Genuss und Qualität gleich groß geschrieben. Ein probates Lockmittel ist neben dem Gastgarten und den heimeligen Stuben die Speisekarte, deren regionale Vielfalt eine Entscheidung schwer macht. Den Kärntner Laxn (eine wiederentdeckte alte Seefisch-Art) gibt es in allen möglichen Varianten, fein faschiert als Nockerl peppte er eine Kressesuppe von samtig-zarter Konsistenz und leicht nussigem Geschmack auf. Eine sehr erfrischende Idee war es auch, den geräucherten Lachs auf fein mariniertem Wurzelgemüse anzurichten. Ausgezeichnet das Lesachtaler Lamm mit Rahmpolenta und die Beiriedscheibe mit mediterranem Parmesam-Rucola-Touch. Freundlich lotst der Chef Hannes Nindler zu den passenden Weinen, die zu sehr moderaten Preisen angeboten werden. Die Portionen sind sehr großzügig bemessen, für eines der Desserts (und seien es auch nur kleine süße Sünden wie marinierte Erdbeeren auf Vanilleeis) sollte man also beizeiten schon Platz einplanen.

Kleines Hotel mit großem Angebot: Die Halbpension inkludiert ein Fünf-Gang-Menü, bei dem vier Hauptgerichte zur Wahl stehen, außerdem gibt es Sommerbuffets am See, Fischbuffets im Garten sowie Wein- und Olivenölverkostungen. Für den Körper hält die um Reiki und Prana Heeling erweitere Wellness-Abteilung viel Angenehmes, Esoterisches und Sportliches parat.

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Landhotel Lindenhof Hannes Nindler

Stammgäste des Lindenhofs werden es zunächst mit einem Seufzer des Bedauerns zur Kenntnis genommen haben: Küchenchef Christian Regittnig, der der Hoteliersfamilie Nindler zuletzt 15 Punkte und zwei Hauben erkocht hat, ist weitergezogen. Doch es wäre verfrüht, sich deswegen gleich das Gewand zu zerreißen und Asche aufs Haupt zu streuen, denn die Nachfolgerin ist trotz ihrer 27 Jahre keine Unbekannte: Stefanie Güldner ist eine „Junge Wilde“, die unter anderem schon bei Arnold Pucher ihr großes Können unter Beweis stellen durfte, jetzt hat sie in Feld am See das Kommando. Und das ist gut so, denn schon das Amuse bouche, eine Gazpacho von Paradeisern und Papaya mit einem Stück „Gewürzlaxn“ auf pikantem Marillenkonfit, zeigte, wie man einem Klassiker mit ein wenig Kreativität spannende neue Geschmacksnuancen entlocken kann. Ein Genie-Streich die Eierschwammerl-Schaumsuppe, die durch die Beigabe von Beeren in ihren Aromen ein adäquater Ersatz für einen Wald-Spaziergang war – wenn auch vielleicht nicht ganz so gesund. Ein geschmortes Kalbswangerl zerschmolz dann förmlich im Mund, begleitet von einem Erbsenpüree und zart mit Minze abgeschmeckten Kaiserschoten. Furios schließlich der Abschluss: Marillen-Thymian-Eis präsentierte sich als kongenialer Begleiter einer Nougatvariation mit Krokant, das ein zartes Prickeln am Gaumen hinterließ, die Dekoration aus Fruchtkaviar war ein netter Gag aus der Molekularküche.

Vinum

Das familienfreundliche Hotel überzeugt mit fairen Preisen und einem sehr vielfältigen Sport- und Freizeitprogramm. Angeboten werden diverse Wochenarrangements mit Bike-Touren, Wanderungen, Tennis, Weinverkostungen u.v.m. Abkühlung und jegliche Art von Wassersport bietet der 10 Minuten zu Fuß entfernte idyllische Brennsee. Die Zimmer sind freundlich und mit jeglichem Komfort ausgestattet.

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