Neuerdings wird am Fuße der Burg Landskron Wein angebaut. Chardonnay und Zweigelt sollen die Festung für Weinliebhaber interessant machen. Für Liebhaber guter Küche bietet das Restaurant, das sich innerhalb der Burgmauern befindet, schon jetzt ein interessantes Angebot. Bei unserem Besuch servierte uns die bemühte, aber teilweise überforderte Servicemannschaft kalte und dünn geschnittene Scheiben vom Wollschweinschinken. Eine Vorspeise, an der es nichts zu bemängeln gab, die uns jedoch auch nicht zu Begeisterungsstürmen hinriss. Weiter ging es mit einer Schaumsuppe vom roten Paprika mit kleinen Ananasstückchen als Einlage. Kling etwas eigenartig, die Kombination schmeckte aber erfreulich pikant-süß. Das Zweierlei vom Kalb – gebratener Rücken und geschmortes Bäckchen – überzeugte geschmacklich und konnte auch unser Hungergefühl entsprechend befriedigen. Eine Dessertauswahl – ohne wirklich in Erinnerung bleibende Komponenten – beendete unseren Besuch. Hier wäre wohl die Konzentration auf ein einziges Dessert die bessere Wahl der Küche.
Burg Landskron Dir. Erich Gumpitsch
Der Name stimmt: Der spektakuläre Ausblick von der Burgruine Landskron auf Villach, Seen und Mittagskogel ist wirklich die Krönung des südlichen Bundeslandes. Tagsüber wird auf der Terrasse ordentliche Hausmannskost für Ausflügler und Besucher der Greifvogelschau serviert, am Abend bietet das Restaurant im Kronensaal mit seinen Panoramafenstern nicht nur eine bezaubernde Atmosphäre. Nach überraschenden Entrees wie Vulcanoschinken mit Kletzenbutter und Räuchersuppe betörte uns das auch optisch sehr ansprechende Carpaccio von Lachsforelle und Zander. Der weiß-grün geschichtete Cappuccino vom Kräuterschaum schmeckte anfangs intensiv nach Kräutern, nach dem Durchmischen leider nur mehr nach heißer Milch. Knusprig und fein kontrastierend die gebackene Kalbszunge auf Kartoffelsalat. Als Hauptgänge überzeugten das perfekte in Kräutern marinierte Filetsteak mit Rotweinbuttersauce und ein gelungener Dialog von rosa gebratenem Rücken und geschmorten Kalbswangerln mit Sommergemüse und cremiger Polenta. Nach dem Sorbet wurde als Pre-Dessert eine kleine, feine Kirschentarte gereicht – gerade recht, um den Magen auf das Finale vorzubereiten. Eine fein säuerliche Terrine und erfrischendes hausgemachtes Eis vom Bauerntopfen zeigten ebenso wie ein liebevoll komponiertes Safranparfait mit flaumigem Schokoladesoufflé, dass man hier die Desserts durchaus ernst nimmt. Leider servierte das sehr freundliche Personal nur mäßigen Kaffee, dafür aber nach kompetenter Beratung ausgezeichnete Weine.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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