Detailansicht 2012

2011
12.5

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Die Hoteliersfamilie Kenney versteht es, das Bistro und die angeschlossene Weinlounge jedes Jahr mit viel Gespür etwas anders zu gestalten und für den Gast noch gemütlicher einzurichten. Schade nur, dass der räumlichen Gestaltung mehr Aufmerksamkeit als der Küche geschenkt wird. Zumindest konnten wir heuer eine nochmals verkleinerte Speisekarte und wenig Liebe für das Detail bei der Zubereitung der Speisen feststellen. So gesehen geriet der Caesar-Salat mit Truthahn leider zu einem welken, faden und phantasielosen Gericht mit wenig Affinität zum Originalrezept. Auch die Fleischqualität beim Steak-Toast war nichts für schwache Zähne, zudem war das Filet leider komplett durchgebraten. Ausgezeichnet hingegen das Wiener Schnitzel aus der Pfanne mit einer locker-welligen Panier und eine sehr flaumige Schokomousse. Viel Augenmerk findet die Zusammenstellung der Weinkarte, von der meist ein Dutzend Weine offen zur glasweisen Verkostung angeboten werden. Der charmante Service und der Ausblick auf Veldens Flaniermeile lassen so manchen Ausrutscher der Küche bald vergessen.

Das Seehotel Hubertushof vereint modernes Design mit Tradition, Stil und Eleganz. Das Haus verfügt über insgesamt 45 Zimmer, darunter auch die kürzlich neu errichteten Dachgartenstudios mit 45 m² Wohnfläche und phantastischem Rundblick oder die für Familien idealen Seesuiten. Der Gast relaxt am eigenen Badestrand oder erholt sich im Spa mit kleinem Indoorpool, Whirlpool oder in der Seesauna. Für Sportler stehen vier Golfplätze, traumhafte Wege für Radtouren und schöne Laufstrecken in unmittelbarer Umgebung zur Verfügung. Das Hotel bietet Pauschalen zu verschiedenen Themen und Jahreszeiten an. Ein moderner Seminarraum steht ebenfalls zur Verfügung.

2010
13 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Herzhafte Kleinigkeiten, saisonale Schmankerln, etwas Süßes Marke typisch Österreich oder darf es doch ein großes Menü samt Champagner-Apertif sein? Im Bistro des Hubertushof ist alles möglich – obwohl die Weinkarte bei Weitem umfangreicher ist als die Speisekarte. Speziell bei den Salaten lässt die Küche seit jeher die Phantasie spielen, diesmal überraschte der frische Zupfsalat mit Avocado und frisch gebratenen Jakobsmuscheln. Als gleichberechtigter Partner behauptete sich der zarte Spargel neben Sauce Hollandaise, feinst geschnittenem Prosciutto und sogar neben der Bärlauchcreme. Tadellos das Carpaccio, samtig und mit pfeffriger Pointe die Spargelcremesuppe. Dass die Garzeit bei den Rindsfilets durcheinandergeriet und keines so kam wie bestellt, war Pech. Als verunglückt war der Käseteller zu betrachten – Diskontware, mehr nicht. Dieses Manko sollte aber leicht zu beheben sein. Bei der Füllung einzelner Palatschinken jeden Sonderwunsch zu erfüllen, ist mehr Aufwand.

Das traditionsreiche Haus, seit über 90 Jahren im Besitz der Familie Kenney, lässt sich sein stolzes Alter in keiner Weise anmerken. Direkt am Wörthersee, in unmittelbarer Nähe zum Zentrum von Velden gelegen, bietet es seinen Gästen eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Gestaltung ihres Aufenthalts. Vier Golfanlagen sind in 15 Minuten bequem mit dem Auto zu erreichen, Fahrräder und Fitnessberatung durch einen Personal Trainer gibt es im Haus. Kleines Hallenbad, eine Seesauna direkt am Strand und ein Hot Whirlpool mit Blick auf die Bucht. 45 helle, modern eingerichtete Zimmer, teils mit Seeblick.

2009
13 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Die Küchenmannschaft des Hubertushofes hat einen Wechsel an der Spitze hinter sich. Seit Mai versucht Stefan Tuchler an die Leistungen seines Vorgängers anzuschließen, was ihm auch durchaus gelingt. Die Haube aus dem letzten Jahr übernimmt er jedenfalls souverän, was nicht nur die Hotelgäste, sondern auch die Besucher des hauseigenen Bistros freuen dürfte. Schon die hervorragende Karotten-Apfel-Ingwersuppe vermittelte einen originellen ersten Eindruck seines Könnens, das bewährte Konzept einer Mischung aus gutbürgerlicher Küche und gehobeneren Ansprüchen behält er anscheinend bei, wie uns ein Blick in die Karte verriet: Dort tummelten sich Wiener Schnitzel und Saiblingsfilet auf Safranschaum in friedlicher Eintracht. Wir entschieden uns für den Saibling, der dann leider eine Spur zu trocken geraten war, jedoch mit einer ausgezeichneten Zucchini-Melanzani-Lasagne als Beilage aufwarten konnte. Die kulinarische Krönung war aber ohnehin das Dessert: eine feine Limetten-Crème brûlée, kombiniert mit hauseigenem Topfeneis und Beerenröster. Abgerundet wurde der Abend durch die solide Leistung des charmanten und aufmerksamen Personals.

Das traditionsreiche Haus, seit über 90 Jahren im Besitz der Familie Kenney, lässt sich sein stolzes Alter in keiner Weise anmerken. Direkt am Wörthersee, in unmittelbarer Nähe zum Zentrum von Velden gelegen, bietet es seinen Gästen eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Gestaltung ihres Aufenthalts. Vier Golfanlagen sind in 15 Minuten bequem mit dem Auto zu erreichen, Fahrräder und Fitnessberatung durch einen Personal Trainer gibt es im Haus. Kleines Hallenbad, eine Seesauna direkt am Strand und ein Hot Whirlpool mit Blick auf die Bucht. 45 helle, modern eingerichtete Zimmer, teils mit Seeblick.

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Seehotel Hubertushof Robert Kenney

Die im Detail etwas bemüht wirkende Mischung aus Eleganz und Bodenständigkeit macht sich mit eingezogener Holzdecke und dynamisch geschwungener himbeerfarbener Theke bemerkbar. Auf der Karte buhlt man um die Aufmerksamkeit eines von gestylter Konkurrenz gelockten Publikums mit einem Spagat zwischen Saison und internationalem Understatement. Aber People-watching her, Jetset hin – der Hubertushof ist auf sympathische Weise am Boden geblieben. So wird der Preis für das Gedeck nicht nur extra ausgewiesen, sondern der Gast wird gefragt, ob er es auch wünscht. Exklusiv und österreichisch ist das Weinangebot. An den oben erwähnten Polen solide aufgestellt zeigte sich die Küche etwa mit einer elegant geerdeten Rindsuppe samt butterweichem Grießnockerl und spinnendünner Gemüsejulienne. Ein Fest für Auge und Gaumen gleichermaßen war das Carpaccio mit Bärlauchcreme und filigranem, gebackenem Salatschüsserl. Zum Steak (englisch, wie bestellt) im Thymiansaft gab es verspielte Erdäpfelsackerln. Übrigens die bessere Art sie zu verarbeiten, denn angebraten schmeckten sie alt. Warm in der Tasse serviert, begleitete die Sauce von echter Vanille den hausgemachten Topfenstrudel.

Bistro und Weinlounge

Nicht die erste Adresse, aber eine der besten: Wer rechtzeitig dran ist, reserviert das romantische Zimmer im Türmchen oder eine Gartensuite. Die „normalen“ Zimmer sind aber ebenso einladend – mit Holzboden, überdachtem Balkon mit Seeblick, modern eingerichtet und mit 40-Zoll-Flatscreen ausgestattet. Hinweis für jene, die das Badezimmer als Privatzone schätzen: Zum Teil ist die Trennwand aus Glas. Großzügig und praktisch sind die Zimmerangebote für Familien mit Kindern.

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