Der Innenhof des Schlosses Leonstain mit seinem plätschernden Springbrunnen ist von zeitloser Schönheit. Die Speisekarte beschwört Gefühle an den Sommer „wie damals" herauf – kein Hummer, keine Jakobsmuscheln, kein weit gereistes Neuseelandlamm, Küchenchef Christian Flaschberger konzentriert sich auf Heimisches. Solcherart entschleunigt, wurde unsere Geduld dann auf eine harte Probe gestellt: 45 Minuten Wartezeit auf den Aperitif-Champagner. Eine gute Stunde auf das Essen. Dann lief es aber schnurstracks in Richtung Höhepunkt des Abends in Form von Schafkäse in vier Variationen mit selbst gebackenem Nussbrot. Mit der Empfehlung eines geschmeidigen Wormser Rieslings (Wittmann) machte die Kellnerin das Champagner-Unglück endgültig vergessen. Auf der Karriereleiter standen zuvor: Kalbskopf und gebackenes Kalbsbries – elegant, für ein Sommermenü aber etwas deftig. Saftig der Zander auf Olivenpüree, ein mit Kräutern aufgebrezeltes Lamm vom Käseproduzenten Nuart mit leichten Gemüsen. Das Wiener Schnitzel überraschte mit dicker Panier, war in Butterschmalz aber perfekt herausgebacken. Und zum Schluss plauderte man noch aus dem Nähkästchen: mit hausgemachten Pralinen. Superb!
Das aus dem 15. Jahrhundert stammende Schloss direkt am Wörthersee bietet 33 im Biedermeier- oder Landhausstil individuell eingerichtete Zimmer und Suiten, die auch alle über Internetanschluss verfügen. Gäste des Hauses können auch den Beachclub und den feinen, kleinen Spa-Bereich nützen. Das romantische und stilvolle Ambiente des Schlosses empfiehlt das Haus auch für Veranstaltungen und Hochzeiten.
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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