Die Elemente Luft, Wasser, Feuer und Erde geben in der Küche von Andrea Grossmann (und bei der Deko) den Takt vor. Wir erwischten einen Wasser-Tag, der dann neben Erwartetem (Forelle, Huchen, Suppe von Wörtherseefischen) auch Überraschendes zu bieten hatte, das man eher anderen Elementen zuordnen würde: etwa ein recht senflastiges Beef Tatar, das in einem (herzig anzuschauenden und ausgezeichnet schmeckenden) gebackenen Kästchen serviert wurde; ein Rindsfilet mit unkompliziertem Gemüse oder die üppige Portion Gustostückerln vom Lamm mit geschmurgeltem Paprika und nur daumendickem Polentastrudel. Beim Zweierlei von der Gänseleber kam der Wassertag insofern zum Tragen, als die gebratene Gänseleber beim Anschneiden sofort zerfloss. Ein Fehler, über den eine hervorragende Mango-Chili-Mousse, Vanillebirnen und geröstete Briochescheiben samt Gänseleber-Parfait hinwegtrösteten. Die Desserts in den Elemente-Rahmen drücken zu wollen, sparen wir uns: eine Balance-Inspiration mit Omelette-Surprise-Eigenschaften, Dreierlei vom Mokka in hinreißender Steigerungsstufe. Eher bescheiden die Weinauswahl.
Die vier Elemente bestimmen bei Andrea und Karl Grossmann auch die Atmosphäre in den Zimmern und im schönen Spa-Bereich des Balance-Hotels, das damit seine Entfernung zum Wörthersee kompensiert. Es gibt lebhafte Feuer- und lichte Luft-Zimmer; gedeckte Farben dominieren die dem Element Erde zugeordneten Zimmer, Blau die Wasser-Räume. Kärntner Genusstage, Weekend-Pauschalen, Adventzauber am Wörthersee & Co legen einen Besuch auch außerhalb der Saison nahe.
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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