Detailansicht 2012

2011
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


In der holzgetäfelten Stube spürten wir die Tradition des Hauses und fühlten uns gleich wohl. Angeboten wurden drei Drei- beziehungsweise Viergangmenüs mit jeweils sehr guter Weinempfehlung, ein „Erzherzog Johann“-, ein Spargel- und ein „Genuss-Region“-Menü. Wir starteten mit drei Türmchen vom ausgezeichneten Ausseer Saibling, davon eines mit Mousse vom warm geräucherten Saibling, die anderen mit Tatar vom kalt geräucherten Saibling mit Gurken und vom hausgebeizten Saibling mit Blini. Fein schmeckte auch die Cremesuppe von Kräutern aus dem eigenen Kräutergarten. Sowohl das Kalbsrückensteak in der Morchelkruste mit Portweinsauce als auch das knusprig gebratene Filet vom Ausseer Eismeersaibling mit Spargelauflauf und Parmesansauce mundete hervorragend. Die süße Spargelmousse mit Erdbeersorbet war ein köstlicher Abschluss. Der Service ist sehr freundlich und kompetent.

Das traditionsreiche Vier-Sterne-Haus aus dem 14. Jahrhundert in zentraler, ruhiger Lage bietet 62 gemütliche, in warmen Farbtönen gehaltene Zimmer, die auch über Loggia und moderne technische Ausstattung verfügen. Im Johann-Spa hoch über den Dächern von Aussee kann man sich entspannen und ein Verwöhnprogrammm genießen, das SalzWasserBergBad – ein Soleschwimmbad mit 30° Celsius – im VitalBad Aussee kann über einen Bademantelgang erreicht werden. l

2010
13 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


An schönen Sommertagen kann man die an das Restaurant anschließende lauschige Terrasse genießen. Und nicht nur das: drei Menüs mit passender Weinempfehlung, ein Ausseer Fisch- oder Spezialitäten-Menü und – wie könnte es anders sein im Jahr des 150. Todestages des omnipräsenten Habsburgers – ein Erzherzog-Johann-Menü. Wir delektierten uns zum Start an Bärlauch-Spargel-Mousse mit hausgebeizter Lachsforelle und Zander-Terrine mit Rucola-Löwenzahn-Salat und gebackenem Spargel. Dem folgte eine bestens nach frischen jungen Erbsen schmeckende Cremesuppe mit Pfefferminze und Lachsforellen-Carpaccio sowie eine kräftige Ochsenschlepp-Consommé mit Milzschnitte und duftendem Liebstöckl. Das sanft gegarte Ausseer Saiblingsfilet mit Kräutersauce schmeckte ausgezeichnet und wurde begleitet von Marchfelder Spargel und Safranrisotto. Unter „Schweinereien” präsentierte sich ein zart geschmortes Wangerl in gut gewürzter Sauce mit Erdäpfelpüree sowie eine Milchferkelbrust mit knuspriger Kruste auf warmem Krautsalat und frischem Kren. Recht ordentlich dann die Desserts: Rhabarber-Marzipan-Tarte mit Rosenblüteneis und die Mousse von Himbeeren und Passionsfrucht. Alles in allem doch eine Haube zum Erzherzog-Johann-Jubiläumsjahr.

Das traditionsreiche Vier-Sterne-Hotel liegt zentral, jedoch ruhig in der Ortsmitte, bietet modernen Komfort sowie freundliche Zimmer mit sonnigen Loggien und verfügt mit dem Johann-Spa auch über einen ansprechenden Beauty- und Wellnessbereich.

2009
12

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Man könnte es sich hier im Herzen von Bad Aussee gewiss leichter machen und sich auf das beschränken, was die vielen k.u.k.Nostalgietouristen bevorzugen. Statt dessen lockten drei innovativ-anspruchsvoll klingende Menüs, die zwar durchaus auch Traditionelles (recht erfreuliche Kalbsbackerl), aber daneben zeitgemäß Leichtes, wie Apfel-Rucolasalat mit Löwenzahn und gebratenen Jakobsmuscheln oder Filets vom Grundlseer Hecht auf - nicht optimal gelungenen - Saiblingskaviar-Gnocchi und (grüne) Spargelspitzen enthielten. Zur ziemlich üppigen Fenchelpüreesuppe gab es einen (klugerweise im eigenen Schälchen servierten) gebeizten Alpenlachs, die glasweise Weinauswahl machte Freude, der Service gab sich freundlich-bemüht mit kleinen Schwächen. Bei den Desserts sollte die Küche noch ein wenig zulegen (die knusprigen Rhabarberröllchen mit marinierten Erdbeeren und Rosen-Joghurtsorbet präsentierten sich langweilig-bieder), dann ist die Haube Realität.

Das zentral inmitten von Bad Aussee gelegene Hotel Erzherzog Johann präsentiert sich nicht nur traditionsverbunden, sondern sorgt mit dem Johann Spa auch für das heutzutage in der gehobenen Ferienhotellerie unabkömmliche Wellnessangebot - mit Zirbensauna und viel Holz, dem waldreichen Salzkammergut entsprechend. Neben komfortablen Zimmern, die meisten mit aussichtsreichem Balkon, vervollständigen die gemütliche Bar und das aus unterschiedlich eingerichteten Stuben bestehende Restaurant das Angebot.

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Erzherzog Johann Regina Stocker

Fein, dass man im ländlich-gehobenen Restaurant des traditionsreichen Hotels Erzherzog Johann auch zu Mittag das gleiche Angebot wie abends vorfindet, nämlich drei viergängige Menüs, wobei jeder einzelne Gang à la carte bestellt werden kann. Das Gedeck präsentierte sich eher bescheiden, dafür agierte der Service freundlich. Das Erzherzog-Johann-Menü wurde mit einer Lammleber-Praline mit sehr dezenter Apfeltarte und gelungener Paprikamarmelade eröffnet. Den Höhepunkt stellte dann das Hauptgericht – zartes, schön Gebratenes vom Rehbock mit Topinamburcreme und Erdäpfel-Baumkuchen – dar. Der gedämpfte Bachsaibling konnte nicht so recht überzeugen, der hatte wohl keinen guten Tag, und das Zweierlei vom Junglamm war eher von der derb-rustikalen Seite (erfreulich dazu das Oliven-Paprika-Röstgemüse mit Polenta). Angesichts des attraktiv auf einer Etagere angerichteten, aber leider viel zu kalt servierten Erdbeer-Törtchens mit Sauerrahm-Eis und marinierten Beeren lautete das Resümee: weiterhin eine haubenwürdige Mahlzeit, aber ein Punkt weniger.

In zentraler Lage empfängt das Hotel Erzherzog Johann schon seit vielen Jahrhunderten mehr oder weniger illustre Gäste des steirischen Salzkammergutes. Nach Abschluss der Zimmerrenovierungen – besonders empfehlenswert sind die neuen, zirbenhölzernen sowie in Rot oder Grün, den Farben des Hauses, erstrahlenden Zimmer – beweist man auch im Spa-Bereich mit „Almyurveda", einer Art alpenländischem Ayurveda, Innovation.

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