Für Autofahrer ist das Leobner Zentrum alles andere als ein Paradies. Mangelnde Parkplätze und eine schlechte Beschilderung von Ein- und Ausfahrten machen die Orientierung in dieser Stadt zur Qual. Wiewohl die Stadt Meierei auf jeden Fall auch für Ortsfremde ein Anziehungspunkt wäre, bietet das kleine Restaurant doch eine ausgezeichnete Küche zu moderaten Preisen. Während wir an einem Glas Sekt – verfeinert durch eine kandierte Veilchenblüte – nippten, wählten wir einige besonders verlockend klingende Gerichte. Die mit Gemüse gefüllte, hausgemachte Frühlingsrolle war noch etwas verhalten im Geschmack. Der gebackene und mit Speck gebratene Ziegenfrischkäse auf jungem Salat und feinem Balsamico-Dressing und die Strozzapreti – eine spezielle Nudelsorte – mit angenehm säuerlicher Tomatensauce hinterließen hingegen in ihrer Gesamtheit keinen Grund zur Kritik. Ein zartes Ossobuco sowie ein exakt rosa gebratenes Rindsfilet ließen gerade noch genügend Platz, um den hausgemachten Apfelstrudel inklusive eines würzigen Ribisel-Ingwer-Sorbets zu verkosten.
Stadt Meierei Martin Neuretter
Die zentral in der Innenstadt-Fußgängerzone (Parkmöglichkeit in der nahen Tiefgarage unter dem Hauptplatz) gelegene Stadt Meierei präsentiert sich im modernen Bistro-Stil und erfreut sich vor allem, aber nicht nur, bei Stammgästen großer Beliebtheit. Isabella Pichler serviert, was Martin Neuretter kocht. Und das kann sich nicht nur sehen lassen, sondern schmeckt auch, wie uns die pochierte Thunfischroulade mit Fenchel und Asia Dip oder mit Kalbsbries gefüllte Ravioli im Trüffeljus bewiesen. Die Tafelspitzsulz mit Schinkenmousse und Caesar Salad hätte nicht ganz so kalt sein müssen und das extrem intensive Aroma der Lammkrone – mit feinem Erdäpfel-Sellerie-Püree – war zumindest gewöhnungsbedürftig. Keinesfalls verzichten sollte man hier auf die Desserts, etwa „3erlei Apfel“, und den guten Kaffee.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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