Die Walserstuba kann man getrost als Original bezeichnen: Kleine, mit Holz getäfelte Stuben verströmen eine gemütliche Atmosphäre, die nur durch eine gewachsene Struktur möglich ist. Nach einem Glas Sekt mit Korianderlikör erwärmte uns – passend nach einem kalten Skitag – eine heiße Zwetschkensuppe mit Strauben, bei der der Zwetschkengeist noch erfreulich erkennbar war. Der Leberkäse vom Walser Hirsch wurde mit einer zarten Hirschleber serviert, das Kalbscarpaccio mit altem Bergkäse und – verzichtbaren – schwarzen Trüffeln. Die Hirschrouladen auf Rahmkohl und Spätzle waren zart geraten, das Filet vom Allgäuer Alpenlachs auf Rohnen-Graupen wie angekündigt kross gebraten. Aus dem interessant klingenden Dessertangebot wählten wir den geeisten Kräuterladen. Für diesen Entschluss wurden wir mit interessant und vorzüglich schmeckenden Eiskreationen belohnt: Die Kombinationen Lavendel-Pfirsich, Apfel-Minze, Himbeer-Thymian sowie Marille-Waldmeister werden uns noch lange positiv in Erinnerung bleiben.
Jodok, Ulrike, Jeremias und Bettina Riezler sorgen im „Kleinen Hotel mit der großen Gemütlichkeit“ dafür, dass sich die Gäste wie Familienmitglieder fühlen. Das Haus eignet sich ideal für die Erkundung der Skipisten und Wanderwege der Umgebung und bietet den üblichen Standard, bereichert um das gewisse Extra: neben dem persönlichen Engagement der Familienmitglieder um das Wohlbefinden der Gäste etwa die Kräuter aus dem Riezler’schen Hausgarten, die sowohl zu Tees aufgegossen werden als auch als Füllung von wohltuenden Duftkissen dienen.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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