Detailansicht 2012

2011
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Nach Komplettrenovierung reicht das modern-kuschelige Ambiente des Genießer- und Kuschelhotels auch bis ins Esszimmer genannte Gourmetrestaurant. Große Fauteuils mit Kissen, in Stoff gedeckte Tische mit opulenten Kerzenständern, lange Vorhänge und reichlich Abstand zum Nachbarn sorgen fürs Wohlfühlen. Der alte Ballsaal aus dem 19. Jahrhundert wurde zur „gläsernen“ Küche, die Originalstuckdecke schützen chromblitzende Abzugshauben. Küchenchef Bernhard Kleber verarbeitet regionale wie internationale Produkte frisch, saisonal und leicht. Zur Auswahl stehen ein siebengängiges Gourmetmenü oder ein bis zu fünf Gängen selbst kombinierbares Genießermenü. Appetitlich und knackig die Salate an der Theke, raffiniert die Krustentier-Agnolotti auf Paprika-Chicorée-Gemüse und köstlich abgeschmeckt die Spargelcremesuppe mit Bärlauch-Erdäpfel-Schaum. Löblich die exakt zubereitete Sauce beim rosa gebratenen Rindsrücken, bissfest die glacierten Pastinaken, nur leider etwas zu teigig die gebackenen Brandteig-Gemüseknödel. Zart das Lammkotelett auf Krokusfäden, hervorragendem Bohnenragout, jedoch zu hart gebackener Brot-Spinattasche. Mittwochs und samstags wartet ein reichhaltiges Dessertbuffet vom französischen Patissier, von dem bei unserem Besuch von der Champagner-Mousse bis zur Valrhona-Schokoladetarte alles empfehlenswert war. Im begehbaren, zweistöckigen Weinglasturm sowie im Weinkeller lagern rund 10.000 Flaschen vorwiegend österreichischer Winzer, erfreulich das glasweise Weinangebot, bei dem Servicechef Reinhard Bischof und das junge, unkomplizierte Team gerne beraten.

An das 1648 eröffnete Haus erinnert nur noch der liebevoll integrierte Altbau, durch zahlreiche Um-, Zu- und Neubauten bieten Ellen Nenning und Andreas Mennel seit Oktober 2009 nun 70 Zimmer zum „Kuscheln und Genießen“ für die „Zeit zu zweit“: Zwölf renovierte Doppelzimmer im Altbau, 54 Kuschelsuiten im Blütenschloss mit Whirlpool, offenem Kamin und Himmelbett sowie vier Top-of-Suiten mit Duett-Whirlwanne, persönlicher Kuscheldecke und vielen Extras. 2000 Quadratmeter großer, moderner Spa mit abwechslungsreichem Schwimmbereich, großzügiger Sauna- und Dampfbadlandschaft, exotischem Beautyangebot mit zwölf neuen Behandlungsräumen und Wellnesslounge mit offenem Feuer. Der ebenfalls neue Fitnessraum lädt zum Training über den Dächern von Bezau.

2010
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Schon das heimelige Ambiente der Gourmetstube in diesem Gastbetrieb mit der längsten Tradition des Bregenzerwaldes lässt die Herzen höher schlagen. Nicht minder gefielen uns die leichte, originäre Küche mit zahlreichen kreativen Akzenten, der locker-kompetente Service und die famose Weinauswahl. Wir probierten eine elegante Essenz vom Landhendl, darin eingelegt eine knusprige Keule und knackiges Gemüse. Wunderbar harmonierten die Cannelloni mit Ochsenwangerl und das Steinpilzragout mit zartem Eigengeschmack. In einem filigran abgeschmeckten Krustentierfond wurden überaus frische Garnelen und ein perfekt kross gebratener Wolfsbarsch samt feinen Nudeln aufgetischt. Herrlich butterzart gelangen die Kalbsmedaillons auf delikatem Morchel-Tomaten-Ragout mit knusprigen Polentarouladen und – befremdlich – Thai-Spargel. Ein Höhepunkt des genussreichen Abends war die Dessert-Variation. Sie reichte vom furiosen heißen Soufflé dunkler Schokolade über eingelegte Williamsbirne mit edlem Mohn-Mousse bis zur erfrischenden Bourbon-Vanille-Ananas. Der im Vorjahr festgestellte Aufwärtstrend der Küche hält weiter an, die zweite Haube sitzt.

Größer könnte der Gegensatz nicht sein: einerseits der 350-jährige Stammbetrieb, andererseits das ultramoderne Blütenschloss als erstes „Kuschelhotel“ der Alpen. Hier wohnt man angenehm unter einem Sternenhimmel in Junior-Suiten mit eigenem Whirlpool, offenem Kamin und Balkon. Doch des Komforts nicht genug: In einer mehrmonatigen Bauphase wurden neue Kuschelsuiten und eine Tiefgarage errichtet sowie im Altbau Lobby, Gästezimmer, Küche, Weingewölbe und Bar komplett renoviert.

2009
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Das gemütliche "Gourmetrestaurant" (nur Mi-So abends) hat seinen Namen verdient: Phantasievolle Kreationen überraschen und können auch beeindrucken, wobei die Desserts besondere Glanzlichter setzten. Sehr gut waren das Kalbfleischtatar mit gebackener Zucchiniblüte und die elegante Cremesuppe von gelben Linsen und Birne, beim Lammrücken störte der extrem intensive Lammgeschmack (war das Lamm möglicherweise schon in der Pubertät?). Der Kaninchenrücken befand sich eher auf der trockenen Seite, was zwar nicht sein muss, aber leider generell oft der Fall ist. Die Geschmackskomposition war jedenfalls in Ordnung, fein abgestimmte Saucen und perfekte Würzung überzeugten ebenso wie die mit sicherer Hand zubereiteten Beilagen. Besonders erwähnenswert die "Schokoladenzigarre mit Vanille-Tabakeis" - sehr originell und absolut perfekt ausgeführt, auch das unkonventionelle, aber sehr erfrischende Thymianeis zur Mandel-Nektarinen-Ballotine befand sich auf sehr hohem Niveau. Die Küche unter dem wieder zurückgekehrten Bernhard Kleeberger zeigt klares Profil und Potenzial nach oben.

"Genießer- & Kuschelhotel" - dazu gehört natürlich ein ordentlicher Wellnessbereich (1000 m2), der sogar mit Feinheiten wie einem Nacktpool mit Unterwassermusik aufwartet sowie ein breites Spektrum an Behandlungen und Massagen. Neben den normalen Zimmern warten 24 Kuschelsuiten mit je 45 m2 auf Romantik suchende Gäste. Auch für Tagungen und Seminare ist man gut gerüstet und die Küche tut im Verein mit der beruhigenden Landschaft des Bregenzerwaldes das Übrige, um dem Alltag erfolgreich entfliehen zu können.

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Gams Ellen Nenning und Andreas Mennel

Das „Genießer- und Kuschelhotel“ in Bezau inmitten des Bregenzerwaldes hat sich in kurzer Zeit einen weitreichenden guten Ruf unter Gourmets aufgebaut. In überdimensionalen Ladies- und Gentlemen-Chairs sitzt man in dem Designer-Ensemble mit Blick auf den futuristischen Wein-Glas-Turm und wählt zwischen siebengängigem Gourmet-Menü oder fünfgängigem Genießer-Menü, Wechsel einzelner Gerichte ist leider nicht möglich. Die als Vorspeise servierten Nockerln vom Räucher- und Graved-Lachs mit Honig-Senf-Aioli, Gurkennüdele und Safranmuffins waren ein erfreulicher Beginn, die Kartoffel-Speck-Terrine trocken, die Blutwurst-Wan-Tan mit Kressemousselin und Röstzwiebel-Mayonnaise geschmacklich gut. Die Steinpilzschaumsuppe mit knusprigem Seranoschinken-Croissant war Löffel für Löffel eine große Gaumenfreude. Sehr überzeugend, weil perfekt gebraten, der Seeteufel in Polentakruste auf Tomaten-Lauch-Gemüse und Kräuter-Gnocchi. Der rosa gebratene Kalbsrücken und Leber mit Calvadosäpfeln, gebackenem Romanesco und Selleriepüree schmeckten ebenfalls vorzüglich. Etwas zu süß geraten war das Macadamianuss-Soufflé mit Caramellino-Schokoladekern, einer etwas aussagelosen Haselnuss-Crème-brûlée und Bananen-Kirschcreme-Eis. Aus der gut sortierten Weinkarte mit Schwerpunkt Österreich und einem selten umfangreichen glasweisen Angebot findet man seinen Favoriten. Will man von fünf oder sieben Gängen nicht alle konsumieren, werden dennoch die vollen Menüpreise verrechnet. Etwas mehr Gastfreundschaft wäre hier wünschenswert.

Genießer- & Kuschelhotel

„Let’s go kuscheln“ heißt es in diesem gemütlichen Haus, das sich speziell für Liebespaare und Romantiker sehr gut eignet. Die außergewöhnliche Architektur und das spezielle Design geben diesem Hotel den besonderen Reiz. Das Blütenschloss mit 24 Kuschelsuiten, 30 weitere im Blütenkokon und vier exklusive „Top of“-Suiten garantieren unvergessliche Stunden, sind diese doch alle mit Himmelbett, offenem Kamin, Whirlpool und Sternenhimmel ausgestattet. Weitere ungewöhnliche Extras: Pyjamafrühstück oder Lying-Dinner im Zimmer. Da die Gams in der Ortsmitte liegt, wurde die Verbindung vom traditionellen Gasthof zum neuen, modernen Hotel mit einer großen Glasfront ausgeführt, was einen freien Blick auf das Dorfleben ermöglicht.

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