Detailansicht 2012

2011
16 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Zeit und Gefühl für das Genießen – das sollte man sich nehmen, wenn man sich von den Kreationen aus Christian Marents Gourmetküche verwöhnen lassen will. Im kleinen, modern-rustikalen Stüberl fühlt man sich von Anfang an wohl. Die Küche ist geprägt von kreativen Ideen, Leichtigkeit und moderner Optik. Der Gast bestellt Menüs wie „Ohne Worte", das Überraschungsmenü „Sinnspiel" oder stellt sich seine Speisenfolge selbst zusammen. Zur Begrüßung erfrischte uns ein Granité aus Grüntee und Mango, bevor verschiedene Salze, Olivenöl, Balsamico und Limettenbutter zu den warmen, hausgebackenen Brötchen serviert wurden. Nach verlockenden Grüßen aus der Küche auf schwarzer Schieferplatte kamen lauwarmer Zarenlachs, Blutwurst im Safranpackerl und Zucchiniröllchen mit Ananas, jedes Detail schmeckte vorzüglich und delikat. Aufguss von Basilikum, dazu auf dem Löffel gereichte Tortellini mit Parmesanfülle sowie Mozzarella mit flüssigen Tomaten gefüllt erfreuten wieder durch ihre Kombinationen. Oktopus mit US-Beef, geräucherter Wassermelone, Goa-Kresse und Haselnüssen – fast zu schade zum Essen, so schön, aber außerordentlich gut. Einmal anders serviert auch der weiße Spargel – als Stange und in Mousseform mit Schinkensauce und Kerbelluft. Mit jedem weiteren Gang steigerte sich unsere Neugierde auf die nächste Überraschung. In Vanille gebratener Zander mit Selchfond, Rollgerstel und Kaviar von der Karotte, Sellerie und Liebstöckl. Raffinierte Geschmacksnuancen und jede Menge Spaß mit Molekular-Effekten. Uneingeschränkt lobenswert auch der perfekt gebratene, butterweiche Maibock mit Schwarzwurzelpüree, Morcheln und Pinienbaumnadeln. Zur Einstimmung auf das Dessert gab es als Überraschung eisgekühlten Ananassaft mit Kokosespuma und kandierten Oliven in zwei Formen, einmal im Glas, einmal als Lollipop – eine kreative Idee von feinem Aroma bestimmt und von Ferran Adrià inspiriert. Der Espresso wurde von einem originellen, warmen Miniapfelstrudel begleitet, der gut eingespielte Service beendete den beeindruckenden Abend mit Pralinen in Silber und – natürlich – Blattgold.

In einem der schönsten Hochtäler Europas, einer einzigartigen Berglandschaft, liegt das Hotel Jungbrunn. Hier regieren kulinarischer Genuss, Ruhe und Erholung, Gesundheit und Freizeitaktivitäten. Die Zimmer und Suiten sind von nobler, ländlicher Eleganz und mit allem ausgestattet, was man in einem Hotel dieser Art erwarten darf. Zum Erlebnis wird der 5000 m² große Wellnessbereich mit beruhigendem Panorama-Blick, Erdsauna, Tepidarium, Solegrotte, Harmoniedampfbad, Dampf-Kamillen-Grotte, finnischer Sauna oder Dampfschlössl. Hallenbad und Solefreibad mit Badebiotop, Liegewiese und Solarium sowie ein dementsprechendes Angebot an Anwendungen und Behandlungen geben dem Aufenthalt einen zusätzlichen Reiz.

2010
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Eindrucksvolles Design aus Naturmaterialien dominiert in der gediegen rustikal eingerichteten Gourmetecke neben dem eleganten Speisesaal. Die Art zu Kochen ist leicht, ausgesprochen kreativ und spielt mit regionalen Produkten höchster Qualität ebenso wie mit internationalen Geschmackskombinationen. Christian und Alexander Marent, die jungen Chefköche, sind handwerklich gut geschult, haben ein feines Gespür für Harmonien und bringen mit ihren Menüs „Sinnspiel“, „Ohne Worte“ oder „Vier Elemente“ optisch und geschmacklich wahre Kunstwerke auf das holzumrandete, rechteckige Porzellan. Eindrucksvoll schon zu Beginn die verschiedenen kleinen Köstlichkeiten als Gruß aus der Küche, gestartet wurde mit einem kalten Limonenblätter-Ingwer-Tee, danach ein Basilikum-Limonen-Aufstrich, dazu wurden selbst gebackenes Brot, Olivenöl, Balsamicoglace und verschiedene Salze gereicht. Es folgten Wachtelbrüstchen auf Auberginencreme, zartrosa gebraten. Wunderbar ein Langostino mit Tomate, zart mit Curry karamellisiert. Ausgezeichnet die gebackene Soft-Shell-Crab mit Olivenöl-Krustentier-Mayonnaise, Mais und Erbsen. Der Wolfsbarsch mit Tahiti-Vanille, Wasabi-Joghurt und Roten Rüben war punktgenau gebraten und gewürzt, was man beim Kalbstafelspitz mit Spinat-Mandeln und Kren etwas vermisste. Das Dessert – Schokolade und Oliven mit Eis von geschmorten Ananas – ein wirklich krönender Abschluss dieses ausnahmslos gelungenen Menüs. Die Weinkarte hat Buchform, was der schon langjährigen Weintradition in diesem Hause zu verdanken ist.

Im Tannheimer Tal inmitten atemberaubender Landschaft befindet sich das Hotel Jungbrunn, ein Ort der Inspiration und Kraftschöpfung. Zahlreiche Gesundheits-, Entspannungs-, und Unterhaltungsprogramme werden geboten. Kraftraum, Mentalraum und Gymnastikraum sind der Schauplatz verschiedenster Angebote von Body Workout und Indoor Cycling bis hin zu Fantasiereisen, autogenem Training und Energieübungen aus Tibet. Stilvolle Natürlichkeit mit traditionellen Wurzeln, das ist das Motto der mit viel Sorgfalt ausgestatteten Zimmer und Suiten. Auch alle drei Jungbrunn-Küchen und die edlen Tropfen der hauseigenen Vinothek knüpfen an diese Philosophie an.

2009
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Im eleganten Speisesaal gibt es eine gediegen-rustikale Ecke, die speziell der Gourmetküche des jungen Wilden unter den beiden Koch-Brüdern Alexander und Christian Marent gewidmet ist. Und es gelingt Christian Marent mit sichtlicher Leichtigkeit, eine kreative Symbiose der regionalen mit der internationalen Küche zu finden. Die optische Umsetzung auf dem holzumrandeten, rechteckigen Porzellan ist eine Augenweide. Geschmacklich kraftvoll gerieten die Tortellini vom gepressten Ochsenschwanz, subtil kombiniert mit Sellerie und Morcheln im schwarzen Trüffeljus. Erdäpfelpüree wurde auf innovative Art karamellisiert, mit würzigem Lardo umwickelt und durch hauchdünnen, frittierten Prosciutto aufgepeppt. Das nicht mehr ganz taufrische und zu mild gewürzte Filet vom Drachenkopf war von guter Konsistenz, wunderbar dazu die eingelegten Kohlrabi und die Rotkraut-Praline. Das deliziöse Lamm wurde teils als Filet, teils mit Zucchini ummantelt serviert, die im Ratatouille enthaltenen Gemüse einzeln püriert angerichtet. Köstlich schließlich die Joghurtcreme mit Honig-Meringue und Honigeis. Das ausschließlich für diese Stube zuständige Service und die 300 Positionen umfassende Weinkarte verdienen weiteres Lob.

Hier ist die Auflösung des Spannungsbogens zwischen Tradition und Moderne besonders geglückt. In diesem "Alpinen Lifestylehotel" in herrlicher Panoramalage harmonieren bodenständige Elemente wie Tiroler Wirtshaus, Trödelladen und Liftmuseum gekonnt mit Zeitgeistigem wie Gourmetküche, Vinothek, Mega-Spa, Fitnesshaus, Beautyfarm und Boutique. Neben den üblichen Sportmöglichkeiten werden zahlreiche Gesundheits-, Entspannungs- und Unterhaltungsprogramme geboten.

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Jungbrunnstube Gourmet Ulrike und Markus Gutheinz

Das Gourmetrestaurant „Kulinarium“ ist Hausgästen vorbehalten, und es wird empfohlen, bei Zimmerbuchung rechtzeitig einen Tisch zu reservieren. Ist man externer Gast, wird man im Wirtshaus „Was Guat’s vom Berg“ platziert, das ist irreführend und irritierend. Das so genannte Wirtshaus ist eine im Hotel integrierte, wieder aufgebaute alte Stube, im trendig-alpinen Stil gehalten, die angebotenen Gerichte sind primär auf die Bedürfnisse des Hotelgastes ausgerichtet. Das Carpaccio vom Jungstier schmolz zwar auf der Zunge, war aber versalzen. Die Tiroler Speckknödelsuppe war dafür zu wenig gewürzt. Nicht überzeugt hat der übertrieben marinierte Rollmops vom Räucherlachs auf rohem Fenchelgemüse, der kross gebratene Saibling war nicht nur kross, sondern auch trocken. Das geschmorte Kalbswangerl dafür sehr zart und gut, mit ehrlicher Bratensauce und cremigen Stampfkartoffeln. Die gefüllten Lammkoteletts herrlich zart, rosa, mit einer feinen Pilzfüllung – leider aber paniert, man stand auf und fühlte sich schwer. Die Topfennockerln auf Blaubeeren gerieten fade. Weinkarte gibt es offenbar keine, die Bedienung war freundlich und unaufdringlich.

Hotel Jungbrunn – Das Alpine Lifestyle Hotel

Das Hotel Jungbrunn befindet sich in intakter Umwelt am Ortsrand von Tannheim. Trotz zeitgemäßer, moderner Architektur bedient das Ambiente des Hauses dank trendigem Design das Klischee der Tiroler Gemütlichkeit, oder neudeutsch gesagt: des „alpinen Lifestyle“. Mit einem 5.000 m² großen Wohlfühl-Bereich – Tepidarium, alle nur vorstellbaren Saunas und Dampfbäder, Biotop, Solebad und reichhaltiges Behandlungs-Angebot – ein Paradies für Wellness-Begeisterte.

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