Ein Traditionsbetrieb am Arlberg, das ist die Skiclub-Stube – keine Frage. Bei unserem Besuch am Ende der Wintersaison schien die Crew allerdings schon in Urlaubsstimmung und nicht mehr recht auf das Restaurant konzentriert. Schade, denn das machte sich sowohl auf dem Teller als auch im Service bemerkbar (selbstverständlich bei den gleichen Preisen wie in der Hochsaison). Wir begannen unser Menü mit einem Amuse bouche: leicht angebratenes Beef Tatar mit Kaviar. Die Vorspeisen waren eher unterdurchschnittlich attraktiv, sowohl auf dem Teller als auch am Gaumen. Eine Bachforelle aus Zug mit Eismeersaibling stellte sich als Miniportion von geräucherter Forelle, reichlich dekoriert mit getrockneter Fischhaut (!), einem Zitrusfrüchtegelee und einem geschmacksneutralen, roh marinierten Eismeersaibling heraus. Der Whiskey-Lachs war ordentlich, unergründlich hingegen der dazu gereichte Apfel-Shoot (Schlagobers mit Apfelmus vermischt und im Glas serviert), ohne jegliches Raffinement. Sehr fein und leicht die Knoblauchschaumsuppe mit einem knusprigen Grammelstangerl. Als fast nur aus Fettaugen bestehende Brühe entpuppte sich die zweite Suppe, der Ochsentee. Ein einzelner kleiner Raviolo mit Froschschenkel schwamm darin. Gut dagegen der folgende Steinbutt mit Krenstampf, Oktopus und Rotwein. Auch am Filet vom Graurind, das schwimmend im Himbeersud gegart und mit brauner Zwiebelbutter serviert wurde, gab es nichts auszusetzen. Die Desserts: Karamell, Popcorn mit Hibiskussalz und das Limonenfrappé hörten sich spannender und besser an, als sie waren. Der vielfach gelobte Weinservice war im Restaurant mehr ab- als anwesend. Auch der sagenumwobenen Weinkarte – okay, der Bordeauxkeller ist toll, aber der Rest? – konnten wir nicht wirklich etwas abgewinnen. Einzig die zu hohen Preise der österreichischen Weine ließen unseren Blutdruck steigen. Wir geben heuer eine Haube weniger. Im kommenden Jahr sollte wieder mehr vom alten Esprit am Werk sein.
Luxus, Schnee und Gastlichkeit, das sind die drei Maximen des Hotels Arlberg Hospiz. Direkt gegenüber des St. Christopher Skiliftes gelegen, bietet das Hospiz 52 Zimmer und 36 Suiten. Vom Hospiz-Kindergarten über einen sehr schönen Spa bis zum ausgiebigen Sportprogramm findet der Arlbergurlaubsfan hier alles, was er für einen perfekten Urlaub sucht. Für Kunstsinnige: Der Hotelier Florian Werner stellt seine eigenen Kunstwerke aus.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität
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