Diese Saison mussten wir im Restaurant des Yscla einige Ungereimtheiten feststellen, die uns die Beurteilung nicht sehr leicht machten. Bei manchen Gerichten war das Können des Küchenchefs eindeutig zu erkennen, manche bewegten sich sogar nahe der Perfektion. Dafür wiesen gewisse Speisen Schwächen auf, die nicht passieren sollten. In die erste Kategorie fiel etwa der leicht pochierte Saibling mit Erdäpfel-Enzian-Püree oder „Die Reise zum Ozean“ – bestehend aus Auster, leicht angebratenem Thunfisch und Loup de mer. Die Essenz vom Hummer mit Koriander und Ingwer hingegen war eine geschmacksfreie Flüssigkeit, hier hatte man anscheinend vor dem Servieren das Endprodukt nicht verkostet. Der Zander auf Kalbskopfgraupen und Kapernschnittlauch stellte uns hinsichtlich Frische und Präsentation zufrieden, konnte aber die Scharte der Suppe nicht wettmachen. Dies gelang auch der Schwarzwälder Kirschtorte – in runder Form und mit einer kleinen Portion Kirschlikör serviert – nicht völlig, dazu war das Dessert nicht wirklich sehr „kreativ“. Dieses Jahr reicht es daher nur für 13 Punkte.
Das Yscla liegt direkt im Zentrum des populären Skiortes und ist demnach der ideale Ausgangspunkt, um das turbulente Nachtleben von Ischgl zu erkunden. Ein weiterer Vorteil der zentralen Lage ist, dass man bequem und ohne Verkehrsmittel den Einstieg in eines der schönsten Skigebiete Österreichs schafft. Ganz dem Zeitgeist entsprechend ist das gesamte Hotelgebäude von kosmischen und terrestrischen Strahlungen und schädlichem Elektrosmog entstört. So steht einem besonders entspannenden Aufenthalt nichts mehr im Weg.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität
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