Von allem ein bisschen mehr! So lautet das selbst gewählte Motto des Interalpen-Hotels, das bei Telfs hoch über dem Inntal thront. An den beiden Chef’s Tables, die sich unmittelbar neben der großen Küche befinden, gilt dieses Motto jedoch nur für die Anzahl der Gänge und deren Qualität, nicht jedoch für das Platzangebot. Maximal je sechs Personen werden hier bewirtet, und da Hotelgäste bei der Buchung bevorzugt werden, sind die Chancen, dass hausfremde Feinschmecker einen Platz ergattern, denkbar gering. Andererseits ist die Performance, die Christoph Zangerl hier abliefert, so überzeugend, dass man am besten auch gleich eine Übernachtung vor Ort mitbucht. Beim Chef’s-Table-Menü setzt Zangerl auf den gleichen gelungenen Mix aus internationalen Luxusprodukten (Kaisergranat, St. Jacques, Seezunge etc.) und regionalen Spezialitäten (Bachsaibling, Flusskrebse, Kalb, Kaninchen) wie im wesentlich größeren regulären Restaurant, das – in eine Vielzahl von Stuben und Räumen gegliedert – bis zu 500 Personen Platz bietet. Fast noch bemerkenswerter als die Küchenleistung am Chef’s Table ist übrigens die Klasse an dieser Speisestätte, denn auch bei vollem Haus genießt man hier durchgehend auf solidem Zwei-Hauben-Niveau. Ein Platz am privilegierten Küchentisch lohnt sich dennoch, denn hier kann Zangerl seine Kreativität voll entfalten, was sich vor allem in der Präsentation der Gerichte zeigt. Statt Teller und Schüsseln kommen verstärkt Schiefer- und Glasplatten zum Einsatz. Auch wird hier auf höchstem Niveau und gekonnt mit Konsistenzen und Texturen gespielt, ohne dass Zangerls Küche dabei jemals in eine art pour l'art abgeleitet. Wahrlich kreativ lockte das Menü eingangs mit einem knusprigen Avocado-Sandwich mit Calamari und Tomaten oder einem Bachsaibling mit Freilandgurke, Champagner und Passionsfrucht. Reizvoll und hoch aromatisch auch das Kaninchen mit Erbsen, Morcheln und Gänseleber. Dass man nach acht oder neun pikanten Gängen immer noch Lust auf die beiden Desserts hat, liegt an der hervorragenden Patisserie, auf die man in diesem Haus zu Recht stolz ist.
Von außen betrachtet mag das Hotel Interalpen vielleicht etwas protzig wirken, ist man jedoch einmal im Inneren, staunt man nicht nur über das spektakuläre Panorama, das sich in jede Richtung erstreckt, sondern auch über das großzügige Raumangebot der Zimmer, die hier zu Recht nicht als solche bezeichnet werden. Man wohnt in Apartments oder Suiten! Die Größe des Hotels zeigt sich auch im Spa-Bereich, der mit über 5000 m² in Österreich seinesgleichen sucht. Bemerkenswert ist jedoch nicht nur der extreme Aufwand, der hier bei der Hardware betrieben wird. Auch was die Software – die Mitarbeiter – betrifft, spielt das erste Fünf-Sterne-Superior-Hotel Tirols seine Stärken voll aus. Perfekter Service passiert dann, wenn fachliche Kompetenz mit ehrlich wirkender Freundlichkeit einhergeht. Auch hier setzt das Interalpen Hotel Standards.
Höchste Kreativität und Qualität, bestmögliche Zubereitung
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität
Kommentare werden geladen...