Detailansicht 2012

2011

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Die Geschäftsleitung hat beschlossen, kein À-la-carte-Restaurant mehr zu führen und gastronomisch ausschließlich Hausgäste zu bedienen. Daher ist es uns nicht möglich, diesen Betrieb weiterhin zu bewerten. Nach Aussage des Eigentümers könnte es aber in den nächsten Jahren wieder ein À-la-carte-Restaurant im renommierten Tennerhof geben.

Tradition, Behaglichkeit und Ruhe sind die Attribute, die dieses alteingesessene Fünf-Sterne-Hotel besonders auszeichnen. Mittlerweile mit jeglichem modernen Komfort ausgestattet, bietet der Tennerhof totale Entspannung fernab von Hektik und hochsaisonalem Kitzbühel-Fieber. Die Möbel und Antiquitäten stammen aus dem privaten Familienbesitz, das Haus bekam im Laufe der Jahrhunderte den Charakter und Charme, den es heute hat.

2010
17 Höchste Kreativität und Qualität, bestmögliche Zubereitung

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Der Tennerhof, schmuckes Aushängeschild der Kitzbüheler Gastfreundschaft, birgt eines der schönsten Restaurants Tirols. Sagten wir schon einmal. Wiederholen wir aber gerne an dieser Stelle. Wir schätzen es einfach, uns beim Platznehmen in den Stuben in eine Zeit katapultieren zu lassen, als Restaurants noch nicht stylisch und chic zu sein hatten, sondern es einfach genügte, Lokalkolorit auf noble Weise zu zitieren: karierte Stoffe, zinnerne Platzteller, alles ist da. Nur Brot und Buttergedeck erscheinen in diesem Rahmen etwas wenig inspiriert, soll wahrscheinlich nicht ablenken von den bunten Gerichten aus regional geprägten Produkten, die sich der junge Küchenchef Thomas Dreher, perfekt gecoacht von Direktor Theo Muntigl, hat einfallen lassen. Da schäumt er zum Beispiel Gartenäpfel und Zitronengras zu einer aromatischen Suppe und wärmt darin eine Gillardeau-Auster – sehr fein. Oder er füllt Ravioli mit Hagebutten aus dem Garten und serviert diese säuerlich aromatischen Hochkonzentrate zu einer milden, gebratenen Gänseleber mit Kakaosauce. Dann sind es wieder Flusskrebse, die er mit Kalbszunge auf Semmelkren serviert. Kein Gericht ohne Idee, höchstens ohne das eine oder andere Quäntchen Würze, das dem Ganzen mehr Pep verleihen würde. Aber es ist eben eine sehr pastellige Küche, der man sich im Tennerhof zurzeit verschrieben hat. Wunderbar dann auch das Lamm auf einem Fond, der nur aus pürierter Ratatouille besteht, angenehme Abwechslung zu den manchmal zu üppig geratenen Saucen. Ein Topfendessert mit Petersilie zeigt, wozu diese Küche auch in der Patisserie im Stande ist, solange sie sich auf die Produkte und Aromen der Region besinnt. Die Weinkarte bietet alles, was Rang und Namen hat, wovon der Sommelier kenntnisreich empfiehlt. Und besonders hervorzuheben: professionell-kompetenter Service mit Charme.

Ein Fünf-Sterne-Hotel der alten klassischen Schule, wo es nicht auf den letzten Stand der Technik in den Zimmern ankommt, sondern auf die Art und Weise, wie Empfang, Service und Stimmung dem Gast das Gefühl geben, an einem besonderen Ort zu sein. Understatement und Ruhe beherrschen den Alltag des Tennerhofgastes, ein Zustand, der in der Spitzenhotellerie leider nicht überall anzutreffen ist. Von den Zimmern blickt man in den wunderschönen Obstgarten, zum Bauernhof nebenan und auf Kitzbühel und die Berge.

2009
17 Höchste Kreativität und Qualität, bestmögliche Zubereitung

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Das Restaurant im Tennerhof mausert sich immer mehr zum Mittelpunkt der Kitzbüheler Haubengastronomie. Der junge Küchenchef kochte im vergangen Jahr von Besuch zu Besuch besser. Besonders sympathisch sein Küchenstil, der auf jegliche Molekularexperimente verzichtet und sich vielmehr voll auf die Grundprodukte und deren Eigengeschmack konzentriert. Ob im Winter im Restaurant oder bei Schönwetter auf der Terrasse mit Blick auf den Kitzbüheler Hahnenkamm, der Gast fühlt sich wohl in dem von Direktor Muntigl umsichtig geführten Haus. Die Weinkarte, bei der sich der günstigste Wein, ein steirischer Welschriesling, mit stolzen ? 35,- auf der Rechnung niederschlägt, sollte allerdings überdacht und im Idealfall ausgebaut werden. Die Speisekarte besteht aus zwei Menüs mit den Namen "Tafelfreude" und "Das große Fest", aus denen alle Gerichte auch einzeln gewählt werden können. Und zum großen Fest sollte auch das von uns Probierte werden. Wir begannen mit Bergkäse-Polenta, dazu köstliches, pochiertes Rindermark und knackige Steinpilze. Ein bekanntes Gericht vom vergangenen Jahr machte uns auch heuer wieder enorme Freude: Grammeltascherln mit Flusskrebsen in brauner Butter und Schnittlauch. Bei den Hauptspeisen wie Filet, Backerl und Bries vom Kalb mit klitzekleinen Eierschwammerln oder Rehrücken mit Marillen und einer Variation vom Steinpilz bewies die junge Küchencrew, dass sie die hohe Schule der Zubereitung und der geschmackssicheren Kombination bestens beherrscht. Einzig beim folgenden Tiroler Graukäse, den wir sonst sehr lieben, wurde unser Gaumen in der Verbindung mit den etwas zu sauren Stachelbeeren und dem Apfelessigschaum stark geprüft. Hervorragend wieder die Variation vom Topfen und Ribiseln mit Waldklee und die folgenden Petits fours. Nach dem eindeutigen Aufwärtstrend, den die Vorjahreskritik bereits andeutete, freuen wir uns, Thomas Dreher und seiner Küchenmannschaft die dritte Haube aufsetzen zu dürfen.

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Tennerhof Fam. Luigi Pasquali von Campostellato

Relais-&-Châteaux-Hotel

Umgeben von Obstbäumen und einem bezaubernden Garten ist der Tennerhof ein besonderes Hide-away. Das stattliche Herrenhaus bietet 39 zeitlos schöne, rustikale Zimmer, eingerichtet mit Antiquitäten und viel Charme. Das Spa umfasst einen Innen- und Außenpool, Sauna und Dampfbad sowie Massagen und ein umfangreiches Beautyprogramm. Ein Genuss ist auch der Panoramablick auf Kitzbühel und die umliegende Bergwelt. Die Umgebung bietet zahlreiche Freizeitaktivitäten.

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