Detailansicht 2012

2011
16 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Das neue Konzept des ehemaligen „Kaps“-Restaurants im noblen A-ROSA-Hotel spiegelt sich bereits im Namen wider: Hundert Prozent Österreich wird hier geboten, etwas anderes kommt nicht auf den Teller und auch nicht ins Glas. Die bewusst kitschig gewählte Umsetzung des Konzepts – vom Namen über die Gestaltung der Speisekarte bis zur fast schon unerträglichen Berieselung durch die Hintergrund-Musik (Zillertaler Schürzenjäger, Hansi Hinterseer, Hubert von Goisern und Rainhard Fendrich in Endlos-Schleife) – ist ein gewagter Grenzgang. Dass der schlechte Geschmack eigentlich ein guter ist, wie das selbst gewählte Motto auf der Speisekarte verkündet, ist zumindest fragwürdig. Kitsch, mit Augenzwinkern präsentiert, mag seine Reize haben, in der hier gewählten Umsetzung ist er mitunter nur schwer zu ertragen. Geboten werden zwei Menüs (fünfgängig zu € 105,–, sechsgängig zu € 120,–), die jedoch beliebig kombiniert werden können. Schon beim Amuse gueule – eine Anlehnung an eine Tiroler Brettljause, nur viel feiner – zeigte sich, dass Küchenchef Andreas Senn große Ambitionen hat. Dazu passend eine formidable Brotauswahl, die auf dem Holzbrett statt im Körberl präsentiert würde. Ambitioniert ging es weiter, wenngleich die originellen Kombinationen nicht immer wirklich stimmig gelangen. So köstlich das Kaninchen-Pflanzerl in Kräutersud auch war, so langweilig schmeckte das Carpaccio desselben, das auf würzigem Erdäpfelkas serviert wurde. Auch die Signalkrebse mit Erbsen delikat, der Sinn des als Kontrapunkt gedachten Kalbsbrieses erschloss sich am Gaumen jedoch nicht. Wirklich fein dann der gebratene Traunsee-Saibling und drei Variationen vom Tiroler Bio-Rind. Auch das abschließende Dessert (Grießkoch mit Rhabarber, Sauermilch-Eis) wusste zu überzeugen. Kenntnisreich zusammengestellt und mit € 45,– vergleichsweise günstig war die glasweise Weinbegleitung, die auch für kenntnisreiche Genießer die eine oder andere Überraschung beinhaltete.

Wunderschön ist dieses große Luxus-Hotel in den umliegenden Golfplatz gesetzt, so dass man von außen nicht wirklich mitbekommt, wie groß das A-ROSA eigentlich ist. Die 151 Zimmer und Suiten sind komfortabel-modern gestaltet, der Wellness-Bereich zählt zu den besten des Landes und bietet private Spa-Suiten sowie umfangreiche Beauty-Anwendungen.

2010
16 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Keine Frage, den großen Edi Hitzberger nach Kitzbühel zu engagieren, das war der große Coup der Arosa-Kette, die sich bislang nicht nur in Österreich kulinarisch wenig bis gar nicht hervorgetan hatte. Stellt sich die Frage: Wie lange bleibt er? Und: Hat er den Nerv, sich gegen die Vorstellungen eines auf Sparsamkeit bedachten Managements durchzusetzen und aus dem architektonisch reichlich missglückten Kaps eine der wirklich großen Adressen zu machen? Das alles beschäftigt viele, hat den kleinen Restauranttester aber nicht zu interessieren, der bei seinem Besuch (Hitzberger war anwesend) die Erfahrung machte, dass der gute Ruf dieses Chefs bei Gott nicht übertrieben ist. Wo andere locker drüberfahren, sieht Edi Hitzberger bereits eine Herausforderung. Zum Beispiel beim sagenhaft guten Brot, leicht angewärmt, in Kombination mit Sonnenblumenöl und Meersalz, das gleichsam als Statement für das Folgende gelten darf: Hier hat der Durchschnitt Lokalverbot. Das Amuse gueule: eine Bergkäsesuppe mit Speckbrot. Umwerfend. Und was folgt, beeindruckte nicht weniger: Wir erinnern uns an ein perfekt abgestimmtes Vielerlei von Tintenfisch, Calamari, intensiven Aromen und perfekten Techniken, wir schwärmen noch lange von den mit Kalbsbries gefüllten Schweinsfüßen mit schwarzer Trüffel und einer hinreißend abgeschmeckten Sauce, wir würdigen den Entschluss, in den Alpen nicht nur mit Steinbutt & Co punkten zu wollen, sondern auch mit einer einfachen Forelle, im Papier gegart und wunderbar, aber nicht ganz so raffiniert und zu Ende gedacht wie die anderen Gänge. Bei den Desserts verzeichnen wir einen leichten, aber doch signifikanten Absturz: zu wenig ausgegoren, zu verspielt, zu säuerlich. Weinbegleitung und Service sind beim Maître in besten Händen, der allerdings bei vollem Haus Unterstützung durch ebenbürtige Kräfte bräuchte. Die Preise sind, wie fast überall in Kitzbühel, am Limit.

Das luxuriöse, schlossartige Anwesen liegt oberhalb von Kitzbühel. Die 151 geräumigen Zimmer und Suiten sind im Kontrast zur restlichen Architektur modern-gemütlich eingerichtet sowie mit Flatscreen und Internet ausgestattet. Exquisit sind auch das 3.000 m² Spa, die privat buchbaren Spa-Suiten sowie die zahlreichen Beauty-Anwendungen. Golfzentrum im Resort. Kinder und Jugendliche sind im Club Rossini bestens aufgehoben. Exklusiver Fuhrpark für Gäste.

2009
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Im Stil eines alten Tiroler Schlosses in einmaliger Lage oberhalb von Kitzbühel liegt das Hotel A-ROSA. Dazu gehört neben zwei anderen Restaurants auch das Gourmetrestaurant Kaps, dessen Leitung der mehrfach ausgezeichnete Sternekoch Eduard Hitzberger mit Juni 2008 übernommen hat. Der Meisterkoch entwickelte leichte Menüs auf höchstem Niveau, unter anderem ein "Arme Leute Menü", bestehend aus in Vergessenheit geratenen, regionalen Produkten. Nach drei köstlichen Amuse bouches, am besten davon die sautierten Eierschwammerl mit Polentaröllchen, kamen Johannisbrot-Mehlravioli mit Brennesseln, Sauerrahm und brauner Butter zu Tisch. Darauf folgte ein Wurzelsud mit Süßwasserfischen, danach eine als "kleine Schweinerei" bezeichnete Trilogie vom Schwein. Noch besser das alpine Menü: etwa Langustino mit Tomaten und Zitronensauce, einem köstlichen Salat von Wildkräutern und gezupftes Kaninchen mit Senfdressing. Kräftig und intensiv die Essenz vom jungen Knoblauch und mit Zwiebelmarmelade gefüllten "Erdmehl"-Tortellini. Auch das Zicklein mit geschmortem Gemüse und "dreimal Mocca" als Dessert überzeugten restlos. Der glasweise angebotene Wein war zwar ausgezeichnet, aber mit 8,50 Euro pro Glas nicht gerade fair kalkuliert.

Das schlossartige Anwesen liegt, mit herrlichem Panoramablick, etwas oberhalb von Kitzbühel. Wer Luxus liebt, wird sich hier wohlfühlen: 3.000 m² Spa, privat buchbare Spa-Suiten, Medical Wellness, Beauty, Golfzentrum im Resort, Terrasse mit Panoramablick, drei Restaurants und der Marktplatz mit Bar und Designerboutique. Die gediegenen Zimmer und Suiten wurden im Kontrast zur Architektur modern ausgestattet. Kinder und Jugendliche sind bei Babysittern oder im Club Rossini bestens aufgehoben.

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Heimatliebe Uwe Schramm

Im noblen Grand Spa Resort A-ROSA stehen den Gästen drei Restaurants zur Verfügung. Beim Besuch von jenem mit dem Namen Heimatliebe wurden wir mit einem Feuerwerk an deliziösen Kleinigkeiten begrüßt. Eine Art Tiroler Edel-Brettljause, Signalkrebse und Stör wurden von verschiedenen Brotsorten wie Kürbiskernöl- und Speckbrot auf einem Holzbrett begleitet. Liebe zum Detail prägte die gesamte Performance. Die zwei angebotenen Menüs „Frische Knospen“ und „Feinspitz“ können persönlich bei Küchenchef Andreas Senn beliebig kombiniert werden, verwendet werden – nomen est omen – ausschließlich österreichische Produkte. Der Salat von Signalkrebsen mit Vulcano-Rohschinken, Zitronenverbene und Karfiol war ein Gedicht, der Altausseer Bio-Stör mit Oval-Wodka, Eiszapfen, Kressesud und Kalbskopf schmeckte ebenso hervorragend. Dann folgte der Klassiker, feine und überhaupt nicht deftige Schlutzkrapfen, völlig neu interpretiert. Wir setzten fort mit einer „Zupf“ genannten Tarte mit Ochsenmark, Lauch, österreichischem Kaviar und poeliertem Eigelb. Rücken und Backerl vom Mangalitza-Schwein mit weißem Zwiebel, Neusiedler Majoran und Blutwurst-Cannelloni können nicht besser zubereitet werden. Das Dessert „Almwiesen Blues“ aus Kitzbüheler Heumilch mit Heidelbeeren und Veilchen war ein weiterer Höhepunkt für den Gaumen. Als Abschiedsgruß ein Buffetwagen mit köstlichen Kuchen, Pralinen und Bonbons. Sehr aufmerksamer Service und eine große Weinauswahl mit vielfach glasweisem Ausschank rundeten den ausgezeichneten Gesamteindruck ab.

Gourmetrestaurant im Grand SPA Resort A-ROSA

In Nachbarschaft zum Golfclub Kitzbühel liegt das Fünf-Sterne-Luxus-Hotel mit visionärer Architektur ähnlich einem Schloss. Komfortable, luxuriös gestaltete Zimmer und Suiten mit modernstem Design und höchstem Komfort, der großzügige 3.000 m² große Wellness-Bereich, privat buchbare Spa-Suiten und der Ausblick auf die wunderbare Alpenkulisse entsprechen voll dem Motto des Hauses nach persönlicher Zufriedenheit.

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