Detailansicht 2012

2011
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Souverän konnte der bisherige Souschef und neue Boss der Küche, Thomas Strasser, das Niveau seines Vorgängers halten. In der holzgetäfelten Stube mit Jagdtrophäen als Dekoration zaubert er modern interpretierte österreichische Gerichte mit Ausflügen ins Internationale auf den Teller. Die Top-Produkte werden insbesondere von den Bauern aus der Region bezogen, Wildbret und Bergwiesenlämmer stammen aus der eigenen Jagd bzw. Aufzucht. Unser subtil gebeiztes Saiblingsfilet war mit Äpfeln und Radieschen stimmig garniert. Die schaumige Suppe von Wiesenkräutern, im Dialog mit getrüffelten Eidottertascherln, wusste zu begeistern. Ein wunderbares Aromenspiel ergaben auch die Variation von Hummer und Artischocke sowie das Zweierlei von der Wachtel mit Sellerie. Der punktgenau rosa gebratene Rehrücken wurde ideenreich in der Nusskruste serviert, geschmacklich austariert mit Pfefferkirschen und Thymiangnocchi. Auch das Dessert, die Variation von Topfen mit Waldbeeren, wurde unseren Erwartungen gerecht. Ebenfalls beeindruckten uns die Weinkarte mit Gewächsen von 300 internationalen Produzenten und der sympathisch-kompetente Service.

Der luxuriöse Betrieb punktet neben der hohen Wohn- und Servicequalität mit seinem 5000 m² großen Naturgarten samt Freibad und Blick zum Talschluss, dem Indoorpool und dem über 2000 m² umfassenden Spa mit 17 verschiedenen Anwendungen. Aber auch auf die Betreuung von Familien und Seminargästen wird großer Wert gelegt. Dem bewegungsorientierten Urlauber wird Wandern, Nordic Walking, Tennis, Golf, E-Biken, Paragleiten und Wintersport inklusive Gletscherskilauf geboten. Offeriert wird auch kostenlose Abholung ab Innsbruck.

2010
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Im Gourmetrestaurant Hubertusstube im Spa Hotel Jagdhof in Neustift kann man kulinarische Hochgenüsse erleben. Küchenchef Christoph Fink überzeugt mit bodenständiger Küche auf sehr hohem Niveau. Er versteht es hervorragend, regionale und internationale Produkte zu ausgesprochen kreativen und aromenstarken Gerichten zu zaubern. Geräucherter Schinken mit Waldmeister-Champagner-Essenz, hausgebeizter Wildlachs, Ziegenkäse im Speckmantel auf Rotweinschalotten-Confit, Beef Tatar mit Walnuss-Brioche und gebratenem Steinpilz als Einstimmung. Als Vorspeise kam Erlesenes von der Gänsestopfleber und französischer Zuchttaube – die perfekt abgestimmte Geschmackskomposition zerging auf der Zunge. Das Artischocken-Sauerrahm-Törtchen mit Flusskrebserl und Blütensalat schmeckte köstlich leicht und frisch, ebenfalls hervorragend abgeschmeckt. Auch beim confierten Loup de mer mit Pernod-Waldmeisterlack auf Topinamburmousseline und Walnussschaum gab es nichts auszusetzen, der Fisch war saftig, knusprig gebraten, bildschön dekoriert. Bei der glasierten Brust von der Wachtel im Lardomantel auf Steinpilz-Carpaccio war lediglich das Rotweinrisotto etwas zu al dente. Der Hauptgang, ein im Bergheu gegartes Rinderfilet auf Steinpilzcreme mit Kartoffelpaunzen und Balsamicojus, überzeugte uns vollends, zuletzt begeisterte uns die Komposition von der Holunderblüte als Dessert – Holundersorbet, Holundertörtchen und Waldbeeren in Holunderschaum. Leider erwies sich die Performance – der Küche und des Service – nicht bei allen unserer Testbesuche als kontinierlich, weshalb es Punkte-Abzüge gab.

Im Herzen von Neustift und vor der Kulisse des beeindruckenden Stubaier Gletschers bietet dieses Fünf-Sterne-Hotel den Gästen alles, was dem Wohlbefinden ihres Körpers gewidmet ist. Schwimmbäder, Saunagarten, Wasserbett und Sternenhimmel im Relaxareal, Aqua-Meditation, Tepidarium, Kräuterbad, Sole-Inhalationsgrotte, Amethystdampfbad, Wilderersauna oder Tiroler Schwitzstube, Jungbrunnen und Unterwassermusik. Der außergewöhnliche Charme der Zimmer, mit den Holzmöbeln, wertvollen Stoffen und einem herrlichen Blick auf das Tal – eine Oase des Wohlbefindens mitten in der Tiroler Bergwelt.

2009
13 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


In diesem sehr schönen 5-Sterne Hotel machte es den Eindruck, dass man alles und jeden erwarten würde, nur nicht einen à la carte Gast. Nun denn, wir waren dann auch mitten in der Hochsaison diese einzigen besagten Gäste. Ein Menü stand nicht zur Auswahl, so konnten wir zwischen jeweils 3 Gerichten wählen. Als Vorspeise wählten wir gratinierte Austern auf Gurken-Spaghettini mit Noilly-Port-Schaum und warmen Chester Brot sowie gebratene Jakobsmuscheln auf lauwarmen roten Rüben und Babyspinat. Das klangvolle Austerngericht war leider vollkommen geschmacklos, dafür war die Komposition der Jakobsmuscheln umso besser. Ein wahres Gedicht war dann das Schaumsüppchen von geräuchertem Knoblauch mit Feinem vom Almochsen und Schwarzbrot. Somit freuten wir uns speziell auf die Hauptspeisen. Leider wurden wir hier enttäuscht. Das Zandermittelstück und Backe auf Rahmsauerkraut war kalt, trocken und noch dazu völlig geschmacklos. Der rosa gebratene Gamsrücken mit Latschen-Kiefergewürzaromen war zwar geschmacklich hervorragend, wurde jedoch ebenfalls kalt serviert und die Kürbisschupfnudeln mit Wirsingpraline erinnerten von der Konsistenz her mehr an Gummibären. Das Beste vom Abend war schliesslich das Dessert, nämlich Tiramisu auf zweierlei Art.

Relais & Château steht weltweit für Hotels der Sonderklasse. Zu diesen besonderen Häusern gehört auch das Spa-Hotel Jagdhof, das seinen Gästen alles bietet, was man sich von einem Fünf-Sterne-Hotel erwartet. Die Suiten sind mit eigenem Jacuzzi und teilweise mit Sauna ausgestattet, das Verwöhnprogramm des Hauses beinhaltet u. a. einen beheizten Außenpool, diverse Massagen, Tepidarium, Laconium und andere Annehmlichkeiten. Eine Oase des Wohlbefindens, mitten in der Bergwelt Tirols.

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Hubertus Stube Armin Pfurtscheller

Die Küche bemühte sich, Haute Cuisine zu zelebrieren, was aber nur teilweise gelang. Zwei Menüs wurden angeboten, die Gänge wurden, wenn auch widerwillig, auch einzeln serviert und bestanden fast zur Gänze aus Fisch und Fleisch. Gemüseliebhaber wurden enttäuscht, ebenso hatte man auf Suppen vergessen. Die vorweg servierte Hummergabe sowie ein Taubenbrüstchen waren von durchschnittlicher Qualität, das zum Gebäck gereichte Olivenöl immerhin hervorragend. Besser gelang das Duett vom Thunfisch mit Lachs und aromatischer Guacamole. Das Filet vom Wolfsbarsch kam leider übergart und auf einer recht geschmacklosen Tomatensauce, die zarten Flusskrebse dazu waren aber durchwegs fein. Vom Kresse-Risotto, das die Hauptspeise begleitete, war nichts mehr zu schmecken, überdeckt von einer sehr dominanten Sauce zum zu trockenen Wagyu-Beef-Backerl. Die Dessertkreation „Delice von der Valrhona-Schokolade“ wurde optischen Ansprüchen eher gerecht als dem sinnlichen Gaumen von Naschkatzen. Über die Weinempfehlung ließe sich streiten, nicht aber über die zu teure Preisgestaltung.

Das Hotel Jagdhof ist ein Wohlfühltempel der Luxusklasse. Massive Holzvertäfelungen mit pompösen Schnitzereien kleiden das Haus, wollen beeindrucken und Tiroler Gemütlichkeit vermitteln. Mitglied der Relais-&-Châteaux-Gruppe mit großem Spa-Bereich in Ruhelage.

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