Das Ildefonso von der Gänseleber, zum Beispiel: Wie Johanna Maier einen ihrer langjährigen Klassiker immer noch weiter verfeinert, daran feilt, keine Ruhe findet, bis er noch aufregender, noch brillanter, noch perfekter wird – das gibt uns schon eine Ahnung davon, wie sie tickt. Und wie sie kocht: Zwischen hauchdünne Leber- und Briocheblättchen schichtet sie Scheiben von der Entenbrust und kreiert ein Gericht, das jederzeit für sich brillieren würde, hier aber in Kombination mit einem Mon Chérie von der Gänseleber (Kirsche, Gänseleber, Schokomantel), Gänselebersorbet und Calvadospüree noch einmal zusätzlich zum Strahlen gebracht wird. Das verzichtbare Geschwätz von der „besten Köchin der Welt", die aufreibenden Lobeshymnen und noch anstrengenderen Medienauftritte haben Johanna Maier nicht aus dem Tritt bringen können, unbeirrt hält sie ihr Niveau. Und das liegt ganz oben: Ihre bedingungslose Perfektion bei der Produktauswahl wurde hier schon öfter gelobt, auch diesmal muss es sein: Der Variation vom Saibling (Carpaccio, Terrine, Kaviargelee) hängt, wie es scheint, noch ein Nachgeschmack vom Bach an, aus dem er stammt, vielleicht liegt es aber auch an Johanna Maiers sensiblem Umgang mit den Aromen, die hier so klar, so stimmig ausfallen wie schon zuvor beim Spargelcarpaccio mit Wildkräutern, Nüssen und Waldbeeren. Letzteres wäre auch ein schönes Beispiel für die Kombinationsgabe dieser Ausnahmeköchin, die sie etwa auch mit einem Gericht aus Ochsenmaulravioli, Zander und Vongole beweist oder mit ihrer Trilogie vom Ziegenkäse, Thunfisch und Rhabarber. Vergleichsweise klassisch: die Wachtel mit Gänseleberfülle, angeblich erlegt vom Chef, jedenfalls aber tranchiert von diesem: Dietmar Maier, der den Service souverän leitet und sich und seinem Team dabei sogar die eine oder andere spontane Herzlichkeit gestattet.
Vier-Sterne-Haus der Familie Maier, in dem Wohlfühlen und Entspannen an erster Stelle stehen. Die wenigen Zimmer, teils modern, teils romantisch oder rustikal gestaltet, verfügen über großzügige Bäder (Wasser aus der Hubertusquelle!) und verströmen dank leichter, freundlicher Farben und liebevoller Ausgestaltung Kuschelkomfort. Mit einem Glas Champagner heißt man die Gäste willkommen. Fliegenfischen in den hoteleigenen, 40 Kilometer langen Fischgewässern.
Höchstnote für die weltbesten Restaurants
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