Bei Sportwagen erhebt das Haus Porsche den Anspruch, zu den führenden Anbietern der Welt zu zählen. In der Gastronomie gilt es aber noch einiges zu lernen. Das Menü „Iris Porsche“ begann zunächst mit einer Bärlauchschaumsuppe mit Stubenkücken-Triangoli. Die Suppe war gut gewürzt, und die Teigtaschen hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. Doch schon beim Carpaccio vom Branzino und der Lachsforelle kamen erste Zweifel auf. Ein deutlich merkbarer Fischgeschmack verriet uns, dass einer der beiden Fische seinen Zenit schon überschritten hatte und für den Rohverzehr eigentlich nicht mehr geeignet war. Überhaupt hatte die Küche mit den Fischen ihre liebe Not. Das Zanderfilet – mit Blattspinat und Miesmuschel-Bolognese serviert – war selbst für Sushi-Liebhaber noch viel zu roh, sprich: einfach nicht fertig gebraten. Die 13 Punkte wurden noch durch das perfekte Duett vom Reh – ofengeschmorte Keule und Filet in der Müslikruste – sowie von der finalen Valrhona-Tarte mit Sellerie-Krokant-Eis gerettet. Besonders das Dessert zeigte, dass man hier durchaus zu kochen versteht. Angesichts der verlangten Preise müsste es aber mehr sein als dieser kleine Höhepunkt.
Die elf Zimmer und Suiten des Hauses bieten puren Wohnluxus. Computergesteuerte Dampfduschen und Kosmetikprodukte von Piroche Cosmetiques sind in diesem, im Zentrum von Mondsee gelegenen Haus ebenso selbstverständlich wie ein ausgiebiges Frühstück, das locker in der Lage ist, ein Mittagessen zu ersetzen.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
Kommentare werden geladen...