Detailansicht 2012

2011
16 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Heinrich Schneider hat sich auf einer Seehöhe von 1622 Metern ein besonderes Stück Südtirol gesucht, um seine kulinarischen Höhenflüge zu verwirklichen. Umgeben von mächtigen Bergen und ausgedehnten Bergwäldern bietet der Auener Hof die richtige Kulisse, um sich den Inspirationen des Bozners zu widmen: Gebratene Jakobsmuscheln auf Passionsfruchtcoulis eröffneten das Abendessen sehr erfreulich. Danach kombinierte der Küchenchef die zarte Struktur einer gebratenen Gänsestopfleber mit konzentrierten Karotten und einem leicht süßlichen Mandelschaum. Nach diesem Ausflug in die Haute Cuisine ging es mit sättigenden Ravioli vom Blattspinat mit Sarner Bergkäse bodenständiger, aber nicht weniger raffiniert weiter. Das gebratene Filet vom Steinbutt mit weißer Polenta schmeckte ebenfalls hervorragend, einige vergessene Schuppen störten jedoch beim Genuss. Souverän zeigte sich die Küche dann wieder beim Milchferkel, das 24 Stunden gegart worden war: Das Fleisch war zart und die dazu gereichte Erdäpfel-Olivenöl-Espuma die ideale geschmackliche Ergänzung. Der abschließende Arme Ritter wurde von einem schmackhaften Latscheneis begleitet, das angenehm nach dem Nadelholz roch und schmeckte. Ausgezeichnete Weinauswahl.

Der Auener Hof bietet sich als idealer Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen an, die man im Sarntal unternehmen kann. In einer guten Stunde erreicht man etwa die Stoanernen Mandl, die schon in der Frühgeschichte Menschen in ihren Bann zogen. Die Zimmer sind modern und praktisch eingerichtet und laden zum Erholen ein. Spezielle Übernachtungsangebote werden für Gourmets auf Anfrage geboten.

2010
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Heinrich Schneider hat seinen eigenen Stil gefunden, den er hartnäckig verfolgt und der ihn zu den interessantesten jungen Köchen Südtirols reifen ließ. Sein Konzept klingt dabei genauso einfach wie genial: So oft wie möglich Natur einfließen lassen, wobei er insbesondere auf Wildkräuter rund um den auf 1600 m gelegenen Auener Hof im hintersten Sarntal setzt. Schneiders Kräuterküche hat in Südtirol Schule gemacht und allerorten werden kulinarische Wochen rund um heimisches Wildgemüse veranstaltet – und nicht selten wird Schneider als Berater hinzugezogen. Wenn die Natur ein Element der Schneider’schen Küche ist, so ist die Leichtigkeit und Bekömmlichkeit ein zweiter Wesenszug. Die Safranravioli wurden in Geleeform mit ummanteltem delikaten, roten Thunfischtatar serviert. Minzöl, Orangenbrot und Hummercoulis komplettierten dieses exzellente Gericht. Als eine perfekt gelungene Hommage an die Wildkräuterküche erwies sich die Wildkräutersuppe mit Eierschwammerln, geadelt durch eine gebratene Jakobsmuschel. Fisch und Gemüse waren die Protagonisten der Hauptspeise mit einem mit Mandeln gebratenen Zanderfilet sowie Karottenespuma und Himbeeressigreduktion. Die gerösteten Mandeln auf dem Zanderfilet sorgten für die nussige Note, die Himbeerreduktion für den pfiffigen, säuerlichen Feinklang. Ausgezeichnet auch das Mascao-Schokoladensoufflé (Schokolade aus fairem Handel) mit Holunderblütenkern und Holunderblüteneis. Schwester Gisela Schneider führt aufmerksam und kompetent den Service.

Wer unberührte Natur sucht, ist am Auener Hof auf 1600 m im hintersten Sarntal genau richtig. Das einem Chalet ähnelnde Haus ist einfach gehalten, in den Apartments finden zwei bis maximal sechs Personen Unterkunft. Rund um den Auener Hof locken zahlreiche Wege zum Bergwandern oder Reiten. Am Auener Hof werden auch Schneeschuhe verliehen. Eine kleine Sauna wärmt an kühlen Wintertagen.

2009
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Wer der alten Mär Glauben schenken möchte, die Sarner lebten etwas hinter den Bergen, der möge doch beim Auener Hof die Präposition dieses Vorurteils ändern. Nicht hinter, sondern auf oder besser über den Bergen betreibt das Geschwisterpaar Gisela und Heinrich Schneider ein kulinarisches Kleinod der Sonderklasse: Das Ambiente aus den 1970er Jahren würde so mancher Architekturfreak heute als "hip" bezeichnen. Wir kamen aber in erster Linie der vielseitigen Küche Heinrich Schneiders wegen, der sogleich mit einer Variation von der Gänsestopfleber verblüffte. Dann legte er noch ein Scheit drauf: Nudelblätter mit Schweinefuß, Perl-Gerste und schwarzer Trüffel - alles auf den Punkt gegart und geschmacklich abgerundet. Gleich, ob es eine neue Interpretation vom Vitello tonnato oder der confierte Seeteufel war, Schneider verstand es stets, die materia prima so natürlich wie möglich zu belassen. Natürlichkeit scheint auch die Stärke der Sommelier-Dame Gisela zu sein. Mit äußerster Sorgfalt kümmert sie sich um die Weinauswahl. Erfreulich, einmal eine sehr individuelle Weinkarte zu studieren, und dies auf 1.600 Metern Höhe, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen.

Vielleicht wurde der Begriff "Sommerfrische" ja hier geprägt. Auf jeden Fall ist am Auener Hof Natur pur angesagt. In insgesamt sieben familienfreundlichen Appartements genießen die Gäste ein seltenes Panorama. Neben dem hauseigenen Haflinger-Reitstall mit geführten Ausritten kommen auch Wanderfreunde auf ihre Rechnung, die in nur einer Stunde eines der beliebtesten Wandergebiete Südtirols - den Salten - erreichen können. Am Abend ist dann Sauna angesagt mit einem erfrischenden Aufguss der berühmten Sarner Latsche.

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Auener Hof Familie Schneider

Wenn man vom Ort schon eine 8 km lange Waldstraße hinauffahren muss, hat man eine Belohnung verdient. Und die spendet Chef Heinrich Schneider reichlich, indem er in seinem durch Panoramascheiben mit Dolomitenblick geprägten, eleganten Restaurant eine hochklassige Küche servieren lässt. Man hat die Wahl zwischen dem Kreativmenü „Inspirationen" und dem Traditionsmenü „Terra". Zum Auftakt überraschten die Pralinen vom Selchkarree mit Trüffelemulsion und Sauerklee durch Würzigkeit, die Gnocchi mit Mehl von gerösteten Kernen und Salatsprossen durch Subtilität. Auch die grünen Bandnudeln aus Bioweizen mit Pesto von – selbst gesammelten – Wildkräutern mundeten prächtig. Der mit weißer Polenta garnierte Steinbutt mit Kresse-Salzblumen-Kruste konnte seine Aromen nicht entfalten, da sie von der geschmacklichen Dominanz des Tintenfisch-Ragouts überlagert wurden. Mit dem glacierten Zicklein hingegen harmonierten die duftenden Kräuter und Erbsenschoten bestens. Ein Highlight das Artischocken-Eis mit Anisschaum, Rosen und Minze. Der Service war förmlich, die Weinempfehlungen durch Schwester und Sommelière Gisela aber treffend.

Der Um- und Ausbau des auf 1622 m Seehöhe inmitten von Wiesen und Wäldern gelegenen Hotels ist abgeschlossen. Vier neue geschmackvolle Zimmer kamen ebenso dazu wie ein Kaminzimmer und eine Wellness-Anlage mit Panorama-Whirlpool. Erneuert wurden der Frühstücksraum, die Terrasse und die Gartenanlage. Der Gast findet ein Alpenblumen-Eldorado und ein ausgedehntes Wandernetz vor, beispielsweise zum historischen keltischen Kultplatz „Stoanerne Mandln".

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