Im La Stüa de Michil isst man gut, ja ausgezeichnet. Doch gewisse Gerichte, die wir heuer verkosteten, waren mehr Pflicht denn gastronomische Kür. Das rosa gebratene Rehfilet als erste Vorspeise war exakt gebraten, Genialität konnten wir jedoch nur beim dazu servierten Gelee von der Kamille erahnen, das leider zu spärlich dimensioniert war. Eine ähnliche Erfahrung mussten wir auch bei den mit Hühnerfleisch gefüllten Ravioli machen: Zur süßlichen Maiscreme-Sauce wurde Popcorn serviert, welches das Gericht wunderbar abrundete. Doch die zwei, drei Popcornflocken waren eindeutig zu wenig. Das Filet von der Gams in der Lebkuchenkruste zerging förmlich auf der Zunge, und das Huhn auf Jägerart – mit Pilzen zubereitet – war tadellos. Eine Suppe von Hollerblüten, die mit einem Sorbet von Zitronengras serviert wurde, sorgte für ein erfrischendes und belebendes Gefühl am Ende unseres Dinners. Erwähnenswert ist in jedem Fall die Weinauswahl des Hauses, die fast keine Wünsche offen lässt, und das zu immer noch leistbaren Preisen.
Das Hotel La Perla ist schon seit Anfang seines Bestehens ein besonderes Verwöhn- und Sporthotel, in dem Wohlfühltouristen alles für einen Genuss- und Aktivurlaub vorfinden. Die geräumigen Zimmer sind unterschiedlich – von modern-tirolerisch bis Biedermeier, immer aber extrem geschmackvoll – eingerichtet. In einigen der Zimmer gibt es Himmelbetten, wunderbarer Ausblick auf Sassongher und die anderen Berge der Selva sind selbstverständlich. Das Spa verwöhnt mit einem außergewöhnlichen Schwimmbad, Sauna, gemütlichen Liegen sowie mit vielen Schönheits- und Wellnessbehandlungen. Besonders sehenswert ist auch das Motorrad-Museum mit seinen kuriosen Sammlerstücken.
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität
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