Detailansicht 2012

2011
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Das Cappella hat einen Glücksgriff getan, denn mit Albin Widmann (der übrigens in jungen Jahren schon einmal hier kochte) ist hier einer am Werk, der sich auf zwei hehre Prinzipien im Kochen konzentriert – klare Aromen und Leichtigkeit. So wird beispielsweise die zart schmelzende gebratene Gänseleber durch die Süße eines glasierten Golden Delicious und des Portweinjus geschmacklich unterstützt und gehoben. Ein Paradebeispiel souveräner Aromen waren die gebratenen Jakobsmuscheln mit cremigem Lauchpüree, exotisch würziger, exzellenter Currysauce und milden Karottenstäbchen. Noch eine besondere Anmerkung zu den Desserts: Wenn viele Patissiers durch plumpe Süße verführen und damit auch beim Gast punkten, braucht es eine gehörige Portion Selbstsicherheit beim Einsetzen dezenterer Noten in dieser Sparte. Und gerade deshalb ist die geeiste Mascarpone-Buttermilch-Mousse auf Erdbeergelee und Ananas-Mango-Würfeln so lobenswert. Das Weinbuch liest sich wie eine Enzyklopädie, auch Raritäten finden sich da. Der Service agiert höchst professionell, Seniorchefin Renate Pizzinini kommt persönlich an die Tische, um sich vom Wohlergehen der Gäste zu überzeugen. Gegessen wird in dem seit Kurzem rundum renovierten Speisesaal oder in der kleinen gemütlichen Luis-Trenker-Stube.

Die noblen und völlig individuell eingerichteten Zimmer und Suiten des Arthotel Cappella bieten für jeden Gusto etwas. Von Biedermeier über Jugendstil bis hin zur archaischen ladinischen Bauernarchitektur und zum postmodernen Zeitgeist vereint das Haus alles, was in den vergangenen Jahren an Südtiroler Luxus kreiert wurde. Dem Namen Arthotel möchte die Familie Pizzinini auf Schritt und Tritt gerecht werden und schießt mitunter übers Ziel hinaus, wenngleich sie auch für die Exponate bekannter Künstler verantwortlich zeichnet. Der Wellnessbereich ist hochklassig, so wie auch der Rest des Cappella.

2010
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Das Arthotel Cappella ist eines der wenigen Luxushotels in den Dolomiten, in dem À-la-carte-Gäste Platz finden. Nach einem Besuch in der etwas überladenen Rollerstube wird auch bald klar, warum. Der Chefkoch braucht und will sich in Südtirols Gourmet-Talschaft schlechthin nicht verstecken. Spätestens mit dem Thunfisch-Sashimi auf gebratenem Sesamgemüse wurde uns klar, dass die Küchenbrigade mit äußerster Sorgfalt arbeitet. Das venezianische Fischsüppchen ließ an die Zeiten erinnern, als die Dolomiten noch vom Meer umspült waren. Fein und mit auf den Punkt gegarten Einlagen. Auch mit Krustentieren kann man im Cappella umgehen: Selten knackig kam der Hummer auf feinen Eierbandnudeln in Basilikumnage. Die überzüchteten Crustaceen sind schließlich nicht selten zäh. Auf den umsichtigen Einkauf kommt es also an, und den beherrscht man hier augenscheinlich. Das Beste vom heimischen Milchkalb war eine gelungene Hommage an das Grauvieh, das in den ladinischen Tälern weidet. Alles wurde verwertet und akkurat zu einer vorzüglichen Einheit verschmolzen. Der auffallend professionelle Kellner überredete uns noch zu einer Symphonie der Schokolade – und wir dankten es ihm. Auch die Patisserie agierte gekonnt. Löblich facettenreiche Weinkarte!

Die noblen Zimmer und Suiten des Arthotel Cappella bieten für jeden Gusto etwas. Von Biedermeier über Jugendstil bis hin zur archaischen ladinischen Bauernarchitektur und zum postmodernen Zeitgeist, vereint das Haus wohl alles. Dem Namen Art-Hotel möchte die Familie Pizzini auf Schritt und Tritt gerecht werden und schießt mitunter übers Ziel hinaus, wenngleich auch für die Exponate bekannte Künstler verantwortlich zeichnen. Der Wellnessbereich ist hochklassig, so wie auch der Rest des Cappella.

2009
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Kunst und Kulinarik gehören zusammen. So muss es verstanden werden, wenn das Arthotel Cappella seit jeher auf eine weit mehr als nur ordentliche Küche setzt. Auch mit dem neuen Chefkoch wurde dieses Prinzip weiter geführt. Die ambitionierte Hotelküche will überraschen und überzeugen - und das stets unter der Prämisse der Leichtigkeit. Das Dreierlei von der Garnele bewies - gebraten, in süß-saurer Form und im Kartoffelmantel auf Tomaten - höchste Güte und überdurchschnittliches Kochhandwerk. Beim lauwarmen Oktopus mit Rauke, Oliven, Olivenöl und Rosmarin-Focaccia zeigte sich wieder einmal mehr, wie wichtig es ist, dass nur Bestes verwendet wird. Das an sich sehr schlichte Gericht wusste diesbezüglich voll zu punkten. Technisch perfekt gebraten war die Barbarie-Entenbrust (schön fettarm) mit Orangenjus auf geschmortem Blaukraut und Mandelkroketten. Eine überdurchschnittliche Pâtisserie gibt der kulinarischen Kraft im Cappella noch eine treffliche Rundung. Hoch gehalten wird auch die persönliche Betreuung: Die Seniorchefin, Frau Pizzinini, lässt es sich nicht nehmen, persönlich bei den Gästen nach ihrem Wohlbefinden zu fragen. Eine zweite Haube scheint wieder in Reichweite.

Kunst auf Schritt und Tritt findet sich in diesem hochklassigen Hotel zu Füßen der Sellagruppe. Individualität ist auch in den Zimmern und Suiten angesagt, die teilweise von bekannten Designern entworfen worden sind. Wellness- und Beautyabteilung für den Ruhesuchenden und eine aufregende Berglandschaft für den Aktiv-Hungrigen lassen keine Wünsche offen. Behagliche Dependance unweit vom Stammhaus.

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Art-Romantikhotel Cappella Renate Kostner-Pizzinini

Chefkoch Albin Widmann geht in sein drittes Jahr, und der Elan der Küche hielt aufs Neue an. Es war eindrucksvoll, wie die sanft gebratene Gänsestopfleber mit den süßlichen Portweinkirschen, dem weißen Pfefferschaum und der Vanillebrioche harmonierte. Das Prädikat „Nicht zu überbieten“ zeigte sich in einem klassischen Gericht, an dessen Interpretation sich bei Köchen oft die Spreu vom Weizen trennt. Das Filetherz vom heimischen Rind erwies sich als so weich wie sonst kaum irgendwo, die intensiven Trüffel, die ruhig auf dem Fleisch thronten, gaben eine erdige Note, die Polentascheiben und das zarte Gartengemüse wurden puristisch belassen und nicht wie vielerorts mit unnötigem Ballast überladen. Kurzum: So gut kann das Simple schmecken. Zwei Zeilen zum Service: Dieser ist in seiner Stammmannschaft schon seit vielen Jahren im Cappella und agierte erneut freundlich, professionell und herzlich. Dies ist mit Sicherheit auch der Verdienst der Seniorchefin, Frau Pizzinini, die es sich nicht nehmen lässt, jeden Gast aufs Herzlichste persönlich kurz anzusprechen. Gegessen wird im Restaurantsaal oder der neuen Trenker Stube mit Blick auf die Bergwelt.

Die noblen und individuell eingerichteten Zimmer und Suiten des etwas protzigen Arthotels Cappella bieten für jeden Gusto etwas – und davon reichlich. Von Biedermeier über Jugendstil bis hin zur archaischen ladinischen Bauernarchitektur vereint das Haus alles, was in den vergangenen Jahren an Südtiroler Luxus kreiert wurde. Die Bezeichnung Arthotel rührt daher, dass Familie Pizzinini ihre Kunstsammlung an jeder nur denkbaren Stelle unterbringt, einige der Werke durchaus hochwertig, wenngleich eher chaotisch verteilt. Der Wellnessbereich ist hochklassig und vereint westliche mit östlicher Bade- und Pflege-Kultur.

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