Der gemütlichste Bereich ist hier wohl die ehrwürdige Zirmstube aus dem Jahre 1907, die beim letzten Lifting des ehemaligen Bauerngasthauses in ihrem Originalzustand belassen wurde. Das Elisabeth ist in der Gegend bekannt für zumeist tadellose mediterrane, leichte Küche. Der Gast freut sich zudem über das breit gefächerte Angebot, immer werden mindestens ein gutes Dutzend Spitzenweine glasweise offeriert. Ein Paradegericht ist das traditionelle Steak aus der Toskana, die Fiorentina vom Chianina-Rind. Fleischliebhaber wissen auch das am Tisch zubereitete Rindstatar zu schätzen. Bei den Desserts ist man ein bisschen krampfhaft um Kreativität bemüht.
Elisabeth Kathrin Reiterer
Das Elisabeth bemüht sich redlich, und die Gerichte sind mittlerweile moderner und durchdachter, ohne dabei in irgendeiner Form angestrengt zu wirken. Bevorzugt wird die mediterrane Küche, was sich zum Beispiel so ausdrückt: Zitronenrisotto mit Thunfisch-Sashimi und Zitronenthymian. Einziges Manko bei diesem warmen Vorspeisengericht: Der Reis hätte – der italienischen Machart nach – durchaus etwas kerniger sein dürfen. Der in Kräutern gegarte Seeteufel mit neuen Kartoffeln und mediterranem Gemüse sowie Senfschaum war kurz angebraten und anschließend in der Folie im Backrohr gegart, was ihn schön saftig beließ und ihm eine exzellente Kräuter-Nuance bescherte. Etwas fragwürdig die Beigabe von Pilzen zu Peperoni und Zucchini beim mediterranen Gemüse. Das Restaurant in Tscherms, verkehrsgünstig zwischen Meran und Lana gelegen, verfügt über schöne, teilweise getäfelte Speisesäle und einen prächtigen Gastgarten. Die Weinkarte ist gut durchdacht, das Angebot an glasweise angebotenen Weinen qualitativ überdurchschnittlich.
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