Detailansicht 2012

2011
12.5

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Der gemütlichste Bereich ist hier wohl die ehrwürdige Zirmstube aus dem Jahre 1907, die beim letzten Lifting des ehemaligen Bauerngasthauses in ihrem Originalzustand belassen wurde. Das Elisabeth ist in der Gegend bekannt für zumeist tadellose mediterrane, leichte Küche. Der Gast freut sich zudem über das breit gefächerte Angebot, immer werden mindestens ein gutes Dutzend Spitzenweine glasweise offeriert. Ein Paradegericht ist das traditionelle Steak aus der Toskana, die Fiorentina vom Chianina-Rind. Fleischliebhaber wissen auch das am Tisch zubereitete Rindstatar zu schätzen. Bei den Desserts ist man ein bisschen krampfhaft um Kreativität bemüht.

2010
12

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Der Elisabeth-Küche muss man ein Lob aussprechen, denn sie verfällt nicht der Versuchung, mit Geschmacksverstärkern zu arbeiten und somit Effekthascherei zu betreiben, sondern setzt auf den Eigengeschmack der Produkte. Das drückte sich aus in einer punktgenau gebratenen Jakobsmuschel mit leichter, dezenter Karfiolmousse und einem gelungenen Carpaccio der Jakobsmuschel mit Roten Rüben. Der zartrosa Lammrücken war ummantelt von einer treffsicheren Parmesankruste, das provenzalische Gemüse und das Püree zeigten sich handwerklich einwandfrei. In die gleiche Qualitätsstufe einzureihen ist auch der Schokoladenkuchen mit Mandeleis. Der Gast sitzt in einem im Tiroler Stil mit viel Holz und blumigen Polstermöbeln gehaltenen Speisesaal oder nebenan in einer gemütlichen, kleinen Gaststube. Unser Resümee: Sollte das Restaurant in seinen Leistungen konstant bleiben, ist das Haus ein Anwärter auf eine Haube.

2009
12

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Eine ausgewogene Speisekarte bietet regionale Gerichte, die traditionell zubereitet werden. Die Rinderkraftbrühe mit Kräuterfrittaten war rundum aromatisch, die Spaghettini "Elisabeth" mit Tomaten, Kalbfleisch und Zucchinistreifen schmeckten gut, ebenso der sämige Risotto mit Steinpilzen. Der klassische Braten von der Kalbsschulter verriet, dass die Küchencrew mit Fleisch umgehen kann. Allerdings war das Mischgemüse etwas zu weich, der Pilav zu fett. Sehr zart und mit einem angenehmen Eigengeschmack zeigte sich der rosa gebratene Lammrücken in der knusprigen Parmesankruste auf knackigem Gemüse, die Lammsauce fanden wir etwas altmodisch und zu intensiv.

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Elisabeth Kathrin Reiterer

Das Elisabeth bemüht sich redlich, und die Gerichte sind mittlerweile moderner und durchdachter, ohne dabei in irgendeiner Form angestrengt zu wirken. Bevorzugt wird die mediterrane Küche, was sich zum Beispiel so ausdrückt: Zitronenrisotto mit Thunfisch-Sashimi und Zitronenthymian. Einziges Manko bei diesem warmen Vorspeisengericht: Der Reis hätte – der italienischen Machart nach – durchaus etwas kerniger sein dürfen. Der in Kräutern gegarte Seeteufel mit neuen Kartoffeln und mediterranem Gemüse sowie Senfschaum war kurz angebraten und anschließend in der Folie im Backrohr gegart, was ihn schön saftig beließ und ihm eine exzellente Kräuter-Nuance bescherte. Etwas fragwürdig die Beigabe von Pilzen zu Peperoni und Zucchini beim mediterranen Gemüse. Das Restaurant in Tscherms, verkehrsgünstig zwischen Meran und Lana gelegen, verfügt über schöne, teilweise getäfelte Speisesäle und einen prächtigen Gastgarten. Die Weinkarte ist gut durchdacht, das Angebot an glasweise angebotenen Weinen qualitativ überdurchschnittlich.

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