Kann man ein Mittagsbuffet auf Zwei-Hauben-Niveau zubereiten? Sicher, man kann, auch wenn es kein einfaches Unterfangen ist. Dem Laabnerhof ist es dieses Jahr nicht gelungen, dazu schlichen sich an unserem Besuchstag doch zu viele Fehler ein. Der Herausforderung einer À-la-carte-Küche stellte man sich erst gar nicht. Gegen diese Selbstbeschränkung spricht eigentlich nichts, doch sollte man den Gast bei der Bestellung auf diesen Umstand hinweisen. Zum Buffet: Eine Auswahl hervorragender Vorspeisen – Roastbeef, Vitello tonnato sowie verschiedene Terrinen und Pasteten – ließen zunächst noch an eine gelungene Performance denken. Doch schon bei den Suppen kamen erste Zweifel auf: Die Spargelcremesuppe schmeckte leicht bitter, und die kräftige Rindsuppe wurde nicht richtig warm gehalten. Die Hauptgerichte kratzten gerade noch an der Haubengrenze: die panierten Fleischstücke – brave Wirtshausküche, der Wildschweinbraten nicht besonders zart und das gekochte Rindfleisch leider auch nur Durchschnitt. Das Dessertangebot – verschiedenste Kuchen sowie braune und weiße Schokolademousse – konnte sich sehen lassen, und auch die kleinen Kostproben überzeugten. Eine Abwertung war jedoch leider in Summe unvermeidlich.
Besonders bei Seminargästen und Erholung suchenden Urlaubern ist der Laabnerhof dank seiner ruhigen Lage im Wienerwald sehr beliebt. Der Wellnessbereich – mit Sauna, Solarium und BA-BO-Heilbad – sorgt dafür, dass man auch bei schlechtem Wetter nicht verzweifeln muss. Mountainbike- und Golfangebote in der Nähe verschönern den Aufenthalt für sportliche Zeitgenossen.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität
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