Detailansicht 2011

2010
12

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Leider ist die Qualität des Restaurants Jagdhof über die Jahre recht schwankend, was den Stammgästen allerdings nicht sehr viel auszumachen scheint. Etwas mehr Geradlinigkeit und Augenmerk auf den Eigengeschmack der Produkte wäre wünschenswert. Sowohl das Makrelenmousse mit Paprikaschoten und Zwiebelconfit als auch die Gänseleberbrûlée mit Rosinen und Äpfeln zeichneten sich zwar durch gutes handwerkliches Können aus, hätten aber etwas weniger Komposition und Würze vertragen. Erfreulich die glasierte Kalbsleber mit Speck, Äpfeln, gebratenen Zwiebeln und Erdäpfelpüree. Beim Rückenfilet und Moussaka vom Voralpenlamm mit Olivengemüse und glasiertem Knoblauch war leider das Moussaka – geschmacklich zwar gut – so von Olivenöl ertränkt, dass wir fast auf das Dessert verzichten hätten müssen. Wie gesagt, fast – wir ließen uns noch zu gemischten Dessertvariationen hinreißen, die sehr unterschiedlich ausfielen, etwa ein viel zu kalter Obstsalat mit Vanilleparfait und Maraschino. Die Weinkarte ist nicht sehr umfangreich, aber mit einer guten Auswahl an österreichischen Weinen bestückt.

Das gediegene Landhotel befindet sich mitten in der schönen Thermenregion und ist ein perfekter Ausgangspunkt für genussvolle Erkundungen des hiesigen Weinbaugebiets. Das Hotel bietet geräumige Zimmer in Laura-Ashley-Ausstattung oder im modernen Business-Look. Auch Sauna, Solarium und Liegewiese sowie ein Seminarraum stehen den Gästen zur Verfügung. Großer Beliebtheit erfreuen sich die regelmäßigen Weinverkostungen.

2009
13 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Im Jagdhof konnte man schon sehr gut essen und trinken, als dies in Österreich noch alles andere als selbstverständlich war. Der Ruhm von einst hat zwischenzeitlich ein wenig an Strahlkraft verloren, das Lokal hat sich äußerlich seit damals kaum verändert und auch unsere Vorspeisen wirken von der Größe der Portionen her ein bisschen retro: Eine Eierschwammerl-Créme brûlée mit Räucherzungen-Schwammerlsalat und der gebeizte Butterfisch mit gelierter Tomatenessenz machten einen etwas hemdsärmeligen Eindruck, waren aber geschmacklich sehr in Ordnung. Das folgende Kalbswangerl-Gerstel mit Jakobsmuscheln und Hummersauce schmeckte wenig nach Hummer, die Muscheln waren aber tadellos. Wirklich ausgezeichnet dann das Maishendl mit Prosciutto, Salbei und gebratenen Bittersalaten, eine süchtigmachende Kombination, bei der alles stimmt. Die Entenbrust mit Gansleber, Beerenröster und Nussgnocchi war handwerklich ebenso einwandfrei, litt aber ein wenig unter der Überladenheit, die in diesem Restaurant teilweise die bemerkenswert gute Küchenleistung zudeckt. Mehr Vertrauen ins eigene Können und Mut zum puren Geschmack wären fein, denn auch die Desserts - vor allem die Marillentarte - waren köstlich und die mit fantastischen Raritäten aus der Thermenregion bestückte Weinkarte immer schon eine Quelle reiner Freude, zu der das Guntramsdorfer Traditionshaus auch im 21. Jahrhundert wieder werden könnte.

Ein gediegen-ländliches Hotel mitten in der Thermenregion - damit ein perfekter Ausgangspunkt für Forschungsreisen in diesem Weinbaugebiet. Das Hotel bietet neben recht geräumigen Zimmern in Laura-Ashley-Ausstattung auch noch Sauna und Solarium sowie einen Seminarraum. Regelmäßige Veranstaltung von Weinverkostungen, die sich einiger Beliebtheit erfreuen.

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Jagdhof Familie Fakler

Die meisten der unterschiedlich eingerichteten Räumlichkeiten des Restaurants Jagdhof strahlen den Charme vergangener Jahrzehnte aus (wir ziehen den Wintergarten vor). Irgendwie scheint auch die Küche in ihrer Entwicklung vor längerer Zeit stehen geblieben zu sein, wenngleich man auf der primär konservativ ausgerichteten Karte auch Neumodisches wie Krebsenespuma (zu Spargelmousse) findet, die allerdings nicht so wirklich gelingen mag. Vieles gerät zu üppig und zu schwer. Warum – noch dazu an einem der heißesten Tage des Jahres – etwa der Lammschlögel (zum Preis eines Filets) in einer überwürzten, alles überdeckenden Sauce serviert wurde und der Maibock durchgebraten statt rosa – mit sich als simple Erdäpfelnockerln entpuppenden Erdäpfelcrêpes – auf den Tisch kam, konnten wir nicht nachvollziehen. Als erfreulicher kann die vor allem regionale Weinauswahl, einschließlich glasweiser Empfehlungen, gelten, wohingegen man sich bei den Desserts (Nougatvariation, Buttermilchterrine mit Beerensauce) wiederum eine leichtere, zucker- und kalorienärmere Zubereitungsart wünschen würde.

Genießerhotel & Restaurant

Das gediegene Landhotel befindet sich mitten in der Thermenregion und ist ein schöner Ausgangspunkt für genussvolle Erkundungen des dortigen Weinbaugebiets. Das Hotel bietet geräumige Zimmer in Laura-Ashley-Ausstattung oder im modernen Business-Look. Auch Sauna, Solarium und Liegewiese sowie ein Seminarraum stehen den Gästen zur Verfügung. Großer Beliebtheit erfreuen sich die regelmäßigen Weinverkostungen.

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