Im von Sir Terence Conran designten Hotel Triest, das dem Architekten entsprechend geradlinig und schlicht eingerichtet ist, würde man eigentlich keine herzerwärmende italienische Küche erwarten. Und doch findet man im Restaurant Collio Italien at its best. Weiters erfreulich: Man sitzt in einem der schönsten Innenhöfe der Stadt, abgeschirmt vom Großstadtlärm, umgeben von Rhododendren und Olivenbäumen. Der fürsorgliche Service tat noch ein Übriges dazu, dass es uns richtig gut ging. Die Küche startete mit einer Lachsforelle vom Gut Dornau mit Limettenöl und zweierlei Fenchel – ein Gedicht an subtilen Aromen – und einem gegrillten Rindscarpaccio auf Melanzanicreme mit Artischocken und Parmesan. Das Carpaccio stellte eine willkommene Abwechslung zu den üblichen seiner Art dar. Auch mit der Hauptspeise konnte uns die Küchenbrigade überraschen: Die ausgelöste Hühnerkeule, gefüllt mit Oliven und Kräutern auf Polentascheiben und Tomaten schmeckte nach Sonne, Sommer und viel frischem Basilikum – ein Gedicht. Auch die kleinen, gebratenen Calamari auf Erdäpfel-Paprika-Creme waren zart und doch kräftig im Aroma und ein hervorragendes Beispiel für ein gelungenes italienisches Gericht. Die Nachspeise, einmal Panna cotta mit Erdbeeren und dann Erdbeer-Rhabarber-Ragout mit Hollerblütenzabaione überbacken enttäuschten uns auch nicht. Die Weinkarte bietet eine gute Auswahl an österreichischen und natürlich schönen italienischen Tropfen.
Collio Manfred Stallmajer
Im Designerhotel „Das Triest“ liegt das trendige Restaurant, das gemäß seinem Namen Collio stark von der norditalienischen Küche inspiriert ist. Im schönen, mediterran begrünten Innenhof, einer Oase der Ruhe, werden einige Köstlichkeiten vor den Augen der Gäste auf gekonnte Weise gegrillt. Aus der Karte von Chef Josef Neuherz wählten wir zuerst die feinen hausgemachten Gnocchi mit Rohschinken San Daniele, Spinat und Petersilienfond. Dann überzeugte uns das gebratene Seesaiblingsfilet vom Gut Dornau auf Stangensellerie-Risotto mit Oliven und Tomatenpesto durch hervorragende Qualität. Holunderblüten-Orangenparfait und Schokolademousse auf Karamellsauce schmeckten uns als Abschluss ganz ausgezeichnet. Die schwarz gekleidete männliche Servicebrigade erledigte ihre Aufgabe flink und professionell. Das Angebot an österreichischen und natürlich italienischen Weinen auch mit glasweisem Ausschank ist groß, die Preise sind jedoch an der oberen Grenze. Trotz italienischem Flair wurde Mineral- oder Leitungswasser zum Wein nicht automatisch angeboten, sonder nur auf Nachfrage serviert.
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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