Detailansicht 2011

2010
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Das „Trilogija” liegt in der wunderschönen Altstadt Zagrebs und befindet sich im ersten Betriebsjahr. Es wird zwar von den Zagrebern noch nicht so ganz angenommen, ist aber zweifellos eines der besten Restaurants der Metropole Kroatiens. Bei unserem Besuch verwöhnte man uns zunächst mit Garnelen auf Zucchinimarinade mit kurz blanchierten jungen grünen Fisolen, mit Vogerlsalat auf Orangen-Olivenöl-Dressing sowie mit kleinen Beefsteak-Scheiben und Lauchstreifen in San-Daniele-Schinken auf einer köstlichen Estragon-Dijon-Senfsauce. Dem folgte ein auf den Punkt gebratenes, sehr pikantes Gemüserisotto mit getrockneten Tomaten. Als Hauptspeise entschieden wir uns einerseits für ein Kalbssteak auf marinierten Tomaten, andererseits für ein in Scheiben geschnittenes Steak mit jungen Erdäpfeln und Paradeisern. Geprägt wird dieses Restaurant durch die Symbiose der beiden Eigner, dem Küchenchef Kristijan, ein wahrer Meister der Saucen, und Davor, einem der wohl besten Sommeliers Kroatiens. Letzteres spiegelt sich auch in einer tollen Weinkarte wider, die nicht nur international bestückt ist, sondern vor allem für kroatische Verhältnisse sensationelle Preise aufweist. Wären die Steakscheiben auch in der richtigen Temperatur serviert worden, hätte es wohl noch mehr Punkte gegeben, aber auch so dürfte es ein toller Start für die beiden ambitionierten Partner sein. Übrigens verdienen nicht nur die Weinpreise Lob, sondern auch die Kalkulation der Speisen: Pro Person verrechnete man uns 30 Euro.

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Trilogija

Das im Vorjahr sehr gelobte Trilogija in der Altstadt Zagrebs unterlag in seinem zweiten Jahr starken Schwankungen. Sehr gut etwa das Carpaccio von rohen Scampi auf Avocado und Fenchel, mariniert mit einer Himbeervinaigrette, mit einem der bekannten Olivenöle aus Istrien. Überzeugend auch die Frittaia mit frischen Pilzen vom nahen Markt Dolac. Die Fischsuppe wurde überschwänglich angepriesen – kein Wunder, an diesem Tag wurde eine 4,5 Kilogramm schwere Zahnbrasse („zubatac“) an Land gezogen, die Suppe bestand demgemäß aus deren Kopf und einem Drachenkopf. Die Ausgangsbasis wäre somit großartig gewesen, die Suppe selbst war leider dennoch zu langweilig. Als Hauptgericht sollte ein Filet dieser monströsen Zahnbrasse folgen, mit frischem Mangold und Rosmarin. Auch hier überzeugte das Rohprodukt mit Top-Qualität, serviert wurde es allerdings in Form eines „brodet“, eines Fisch-Eintopfs, und zwar wieder auf Basis der Fischsuppe, in der nicht nur der frische Mangold unterging, sondern sich der Geschmack generell verflüchtigte. Abgeschlossen haben wir den Abend mit einer für Zagreb sicherlich nicht sehr typischen Erdbeer-Cremeschnitte. Am meisten überzeugte an diesem Abend Herr Karlo, ein junger, ambitionierter Sommelier mit Auslandserfahrung, so dass unsere Weinbegleitung von einem kroatischen Rheinriesling bis zum erstklassigen Bordeaux Confiance 2004 reichte.

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