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Loy Stubn Familie Siegrun und Gustl Pulverer

Ein schneereicher Winter in Bad Kleinkirchheim hat etwas Märchenhaftes. Für Sportskanonen sowieso, aber wenn die Nacht hereinbricht, dann kehrt abseits des Ortskerns eine Romantik ein, die in der Loy Stubn zum liebenswürdigen Nostalgie-Kitsch überhöht wird. Etwas unpassend zu dieser Stimmung kamen als Gruß aus der Küche Prosciutto und Melone, bei der folgenden Topinambur-Cremesuppe mit hauchdünnen Scheiben von der geräucherten Entenbrust wurde uns jedoch schnell wieder warm ums Herz. In Ausführung und Harmonie der Zutaten lief sie dem Hauptgang problemlos den Rang ab, zumal das „Zweierlei vom Milchkalb sich als ungleiches Paar präsentierte: Das Filet war ordentlich, das Stück von der Schulter jedoch staubtrocken. Eine Reduktion der Fülle an Beilagen und etwas mehr Aufmerksamkeit dem Fleisch gegenüber wäre da wünschenswert gewesen. Die Crème brûlée mit Rosenwassersorbet zum Abschluss erwies sich dafür wieder als makellos. Ambivalent zuletzt auch unsere sonstigen Eindrücke: Während die Weinkarte den Ansprüchen an einen Betrieb dieses Niveaus durchaus genügte, erschien uns der Service trotz mäßigen Betriebes teilweise überfordert.

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