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La Terrasse Dir. Egon Haupt

Die Leichtigkeit, mit der sein Vorgänger bezauberte, ist Geschichte: Küchenchef Richard Hessl setzt zwar auf Hochpreis-Qualität, frönt aber der bodenschweren Eleganz. Das Degustationsmenü (eines von zwei Desserts ist ein Käsefondue!) brachte denn auch gute Esser an den Rand ihres Fassungsvermögens. Da kommt eindeutig zu viel des Guten auf den Teller, aber: Probiert sollte man es schon haben. Vom Yellow Tuna Quartett (Carpaccio, mariniert, als duftiges Tatar und verpackt als Frühlingsrolle) über die Ente in Topinamburteig mit Wok-Gemüse bis zum Laxn mit Trüffeltascherln folgte eine sorgfältige Komposition auf die andere. Fruchtig und scharf vereinte der Wolfsbarsch mit Hummerrisotto. So zart, dass es fast auf der Zunge zerging, war das Milchkalb. Gewaltig von den Ausmaßen wie vom Geschmack das Bisonsteak. Danach sollte man quer durch die Prärie laufen, bekommt aber das Käsefondue (s. o.) und kann den folgenden Sauerrahmschmarren nur mehr mit den Augen genießen. Der Mozartknödel (fad, kalt, mit Mohn) als Draufgabe war in mehrfacher Hinsicht unnötig. Die Weinauswahl (auch koschere) ist top, die Beratung durch den Ober ebenfalls.

Das Schloss am Wörthersee bietet Urlaub wie im Märchen. Die Zimmer und Suiten sind luxuriös ausgestattet (auch mit Internet) und haben großteils einen herrlichen Blick auf das Wasser.

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geschrieben von Kärntner Feinschmecker am 01.04.2010
Das Degustationsmenü ohne Streichungen zu essen, ist normalgewichtigen Genießern kaum möglich. Den Sauerrahmschmarren aber nicht streichen, der ist gewaltig und da denkt man sich kurz, die Portion könnte größer sein. Aber dann siegt doch die Vernunft des Gourmets.

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