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Strasserwirt Familie Bachmann, Küchenchef Werner Gander

Im stattlichen, vorbildlich gepflegten Einkehrgasthof an der ehemaligen Poststraße empfing uns eine eifrige Damenriege, um uns für den Rest des Abends aufmerksam und zuvorkommend zu betreuen. Wir genossen den Hauch der Jahrhunderte, der uns aus uraltem Gewölbe auf römischen Fundamenten entgegenwehte, ebenso wie das durchaus zeitgemäße Küchenkonzept Werner Ganders, der mit Qualitätsprodukten aus der Umgebung sorgfältig und saisonorientiert umging. Das kräftige Aroma der Osttiroler Almkäsesuppe bezog die Nase in das Geschmackserlebnis mit ein, und die Kalbsfilets in Trüffelsauce überzeugten mit zartrosa Innenleben sowie würzig gefüllten Bärlauchtaschen als Beilage. Dasselbe galt für die Lammkoteletts, wogegen wir uns die Schweinsmedaillons saftiger gewünscht hätten. Keine Wünsche offen ließ hingegen die flaumige Eierlikörmousse mit Erdbeeren. Die Weinauswahl hielt sich eher in Grenzen als die diesmal aus den Fugen geratene Preisgestaltung, die in bis zu acht Euro pro Achtel gipfelte, ohne dass es sich dabei um Spitzenweine gehandelt hätte. Wir nahmen Zuflucht in der Bouteille und hatten es mit einer mediokren burgenländischen Cuvée mäßig gut getroffen.

Die gelungene Synthese zwischen historischer Bausubstanz und zeitgemäßer Innenarchitektur macht den besonderen Zauber dieses trotz günstiger Verkehrslage am Talboden angenehm ruhigen Hauses aus, das mit seinen nach berühmten Osttiroler Malern benannten Zimmerkategorien „Walchegger, „Defregger sowie „Egger Lienz nahezu allen Raumbedürfnissen gerecht wird. Für Regeneration und Wellness stehen ausgebildete Körpertherapeuten zur Verfügung, für Outdoor-Aktivitäten werden ausgefeilte Programme von Kutschenfahrten durch das idyllische Pustertal über Bergwanderungen bis zu Mountainbike-Touren angeboten. Selbstverständlich kommen auch Wintersportler, ob Pistenfreak oder Langläufer, auf ihre Rechnung.

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